Was sind Glasnudeln?
Es ist schon faszinierend, diese langen, transparenten Fäden auf dem Teller zu sehen. Glasnudeln oder „Cellophannudeln“ tragen ihren Namen völlig zu Recht: Nach dem Garen sind sie glasklar.
Die meisten Glasnudeln sind im Rohzustand jedoch gar nicht transparent. Je nach verwendeter Stärke sehen sie vielmehr wie lange weiße Nudeln aus – manche Sorten sind sogar bräunlich oder grau.

Je nach Region werden sie meist aus Mungbohnen- oder Süßkartoffelstärke hergestellt.
Dafür wird Mungbohnenmehl mit Wasser zu einem Teig verrührt, der anschließend ausgezogen und durch ein Sieb gepresst wird. Wie Konjaknudeln nehmen Glasnudeln die Aromen der Zutaten und Saucen, mit denen Sie sie kombinieren, besonders gut auf. Dadurch sind sie unglaublich vielseitig und passen zu den verschiedensten Nudelgerichten.
Herkunft der Glasnudeln
Nudeln soll es schon seit über 4.000 Jahren geben. Zwar haben viele asiatische Regionen ihre eigene Version entwickelt, ursprünglich stammt diese Zutat jedoch aus der chinesischen Küche. Heute lässt sich ihr genauer Ursprung nur schwer bestimmen. Man findet sie in ganz Asien – etwa in der japanischen Küche, der thailändischen Küche oder der koreanischen Küche.

Glasnudeln und Reisvermicelli: Was ist der Unterschied?
Der Unterschied ist deutlich: Glasnudeln werden aus Mungbohnen- oder Süßkartoffelstärke hergestellt (zum Beispiel für das koreanische Jjimdak), während Reisvermicelli – wie der Name schon sagt – aus Reis bestehen. Außerdem sind Reisvermicelli deutlich weißer und weniger durchsichtig.
Trotzdem sind sich beide recht ähnlich, und Sie können sie in vielen Gerichten auf die gleiche Weise zubereiten.
Glasnudeln in der Küche
Glasnudeln sind nicht nur besonders einfach zuzubereiten, sondern schmecken sowohl heiß als auch kalt.
In Suppen, Hot Pots und Wokgerichten sorgen sie für eine angenehm sättigende Komponente. Sie können sie aber auch roh als Topping für Salate verwenden. Besonders gut passen kräftige Zutaten wie Erdnüsse, Limette oder Koriander dazu …
Rezepte mit Glasnudeln
Glasnudeln nehmen Aromen wunderbar auf und bringen sie besonders gut zur Geltung. Wenn Sie Inspiration suchen, probieren Sie doch Pad Thai oder Nudeln mit Erdnusssauce. Sie können Glasnudeln auch frittieren – so werden sie herrlich knusprig.

Der Geschmack von Glasnudeln
Glasnudeln haben kaum Eigengeschmack. Gerade das macht sie so vielseitig: Für sich allein sind sie eher mild, behalten aber ihren typischen Biss und ihre zarte Textur. Zusammen mit kräftigen Aromen entfalten sie ihr volles Potenzial.
In einer Brühe (probieren Sie Dashi!) sind sie zart, leicht gelartig und ausgesprochen lecker. Spielen Sie auch mit den Texturen und braten Sie sie ruhig an, wenn Sie es knuspriger mögen. Ich empfehle, sie ganz einfach mit Sojasauce anzubraten, wenn Sie Lust auf einen Snack mit viel Umami haben.
Nährwerte und Vorteile von Glasnudeln
Lassen Sie sich von ihrer leichten Optik nicht täuschen. Entgegen der landläufigen Meinung sind Glasnudeln nicht unbedingt gesünder als andere Nudelsorten.
Auch sie enthalten viele Kohlenhydrate – daher ihre sättigende Wirkung. Zwar sind sie nicht besonders reich an Fett oder Eiweiß, für Sportler, die schnelle Energie brauchen, sind Glasnudeln aber dennoch interessant.
Wo bekommt man Glasnudeln?
In normalen Supermärkten findet man Glasnudeln nur selten. In asiatischen Lebensmittelgeschäften sind sie deutlich leichter zu bekommen; dort werden sie auch als „Cellophannudeln“ oder „chinesische Vermicelli“ verkauft. Außerdem gibt es dort meist eine große Auswahl an verschiedenen Sorten.
Wie lagert man Glasnudeln richtig?
Wie alle Nudeln sollten Sie Glasnudeln kühl und trocken lagern. Am besten bewahren Sie sie in einem Glas oder einem luftdichten Beutel auf, gut geschützt vor Feuchtigkeit. So halten sie sich problemlos mehrere Monate.

Zutaten
- 50 g Glasnudeln (Trockengewicht), nach Packungsanweisung gegart
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 Karotte, geschält und in feine Streifen geschnitten
- 5 Champignons, in Scheiben geschnitten
Sauce
- 1 EL helle Sojasauce
- 1 TL Zucker
- 1 TL Reisessig
Anleitungen
- Knoblauch bei starker Hitze 2 Minuten in etwas Öl anbraten.1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- Karotte und Champignons hinzufügen und 5 Minuten unter Rühren anbraten.1 Karotte, geschält und in feine Streifen geschnitten, 5 Champignons, in Scheiben geschnitten
- Glasnudeln hinzufügen und 2 Minuten anbraten. Dann die Sauce dazugeben.50 g Glasnudeln (Trockengewicht), nach Packungsanweisung gegart, 1 EL helle Sojasauce, 1 TL Zucker, 1 TL Reisessig
- Alles weitere 2 Minuten anbraten und servieren.
