Ein pflanzlicher, mit Probiotika fermentierter Kokosjoghurt ohne Zuckerzusatz, mit cremiger Textur und frischer Säure.
Beim Löffeln ist die Textur glatt und cremig: Die Kokosnote bleibt mild, begleitet von der frischen Säure eines gut gekühlten Desserts. Planen Sie 24 Stunden Fermentation im Warmen und anschließend etwa 6 Stunden im Kühlschrank ein. Mit einer genau dosierten Zugabe von Probiotika ergibt dieser selbst gemachte Kokosjoghurt 3 kleine Gläser voller lebender Kulturen, ganz ohne Zuckerzusatz. Rechnen Sie mit insgesamt etwa 30 Stunden und rund 220 kcal pro kleinem Glas. Sie finden dieses Rezept auch bei meinen Keto-Frühstücksrezepten.
Was ist Kokosjoghurt?
Eine fermentierte Zubereitung aus vollfetter Kokosmilch oder in Wasser aufgelöstem Kokosmus in Blockform, die mit Probiotika angesetzt wird. Das Wort Joghurt bezieht sich auf die Fermentation: Die Basis bleibt pflanzlich, ihre Festigkeit verdankt sie dem Kokosfett. Zunächst muss die Basis vollkommen homogen sein, besonders bei Verwendung eines Blocks. Vor der Zugabe der pulverförmigen Probiotika mit insgesamt 4 bis 8 Milliarden Bakterien muss sie dann auf unter 45 °C abkühlen.
Diese Kulturen setzen die Fermentation in Gang und entwickeln während 24 Stunden im Warmen allmählich die Säure. Die anschließende Kühlung verbessert die Textur: Durch die Kälte wird das Kokosfett fester und die Konsistenz cremiger. Das Rezept ergibt 3 kleine Portionen, die in gut verschließbare Gläser oder in die Behälter des Joghurtbereiters gefüllt werden.

Das Prinzip der Zubereitung
Das Rezept folgt den üblichen Schritten einer Fermentation zu Hause: erhitzen, abkühlen, Kulturen zugeben, fermentieren lassen und anschließend kalt stellen, damit die Masse fester wird. Die Besonderheit ist die Verwendung pulverförmiger Probiotika als Starterkultur, eine leicht zugängliche Lösung für eine milchfreie Variante mit gleichmäßigen Ergebnissen. Zwei verschiedene Grundlagen führen zum gleichen Ergebnis: die bereits flüssige vollfette Kokosmilch oder in Wasser aufgelöstes Kokosmus in Blockform; das Ziel bleibt eine cremige Textur, ein klares Kokosaroma und eine leicht säuerliche Note. Ohne Zuckerzusatz kann der Joghurt je nach verwendetem Produkt und Toppings in eine kohlenhydratarme Ernährung passen.
Die wichtigsten Zutaten
Die vollfette Kokosmilch, 400 ml, sorgt für Fülle, Aroma und Festigkeit; eine vollfette, fettreiche Variante ergibt nach dem Abkühlen eine bessere Konsistenz als ein stark verdünnter Kokosdrink. Alternativ enthält Kokosmus in Blockform, 200 g mit 200 bis 400 ml Wasser, konzentriertes Fruchtfleisch und Fett: weniger Wasser für eine dickere Basis, mehr Wasser für einen flüssigeren Joghurt. Vor der Zugabe der Kulturen muss die Mischung vollkommen homogen sein.

Die Probiotika, insgesamt 4 bis 8 Milliarden Bakterien, setzen die Fermentation in Gang und sorgen für die Säurebildung; bei Kapseln öffnen Sie diese und verwenden nur das Pulver, das Sie gleichmäßig in der lauwarmen Basis verteilen. Agar-Agar, optional 1 bis 2 Teelöffel, kann das Festwerden unterstützen, muss aber vor den Kulturen eingeplant werden, da es zur Aktivierung entsprechend erhitzt werden muss. Wasser wird nur bei Kokosmus in Blockform benötigt, um die Fließfähigkeit anzupassen. Beurteilen Sie die Textur jedoch vor allem nach dem Kühlen.
Fermentation, Hygiene und Servieren
Der entscheidende Moment ist die Zugabe der Probiotika: Die Basis muss auf unter 45 °C abgekühlt sein. Ein Thermometer bietet dabei eine Sicherheit, die eine Prüfung mit der Hand nicht gewährleisten kann. Lassen Sie die Mischung 24 Stunden im Warmen fermentieren, im Joghurtbereiter oder in einem Glas an einem warmen Ort. Nach der Fermentation bekommt die Kokosbasis eine säuerliche Note; die Textur kann noch flüssig wirken, im Kühlschrank wird sie innerhalb von etwa 6 Stunden endgültig fester. Bei Kokosmus in Blockform sind eine leicht körnige Konsistenz oder etwas abgesetztes Wasser nicht unbedingt ein Problem: umrühren, im Kühlschrank ruhen lassen und die Festigkeit erst beurteilen, wenn der Joghurt gut durchgekühlt ist.

Bei der Hygiene ist Sorgfalt gefragt: Behälter, Löffel, Topf und Gläser müssen sehr sauber sein, denn Erwärmen ersetzt keine Sauberkeit. Zu starke oder schwankende Wärme beeinträchtigt die Fermentation, weshalb ein Joghurtbereiter hilfreich ist. Im Kühlschrank halten sich die Gläser knapp eine Woche, wenn alles gut verlaufen ist und bei jeder Entnahme ein sauberer Löffel verwendet wird. Eine Garantie für die gesundheitliche Unbedenklichkeit gibt es jedoch nicht: Entsorgen Sie jede schimmelige, verfärbte oder ranzig riechende Charge, ohne davon zu probieren. Servieren Sie den Joghurt kalt und pur, nach Belieben mit einigen Beeren, Hanfsamen oder ungesüßten Kakaonibs, die Sie erst unmittelbar vor dem Servieren dazugeben. In Frankreich findet man vollfette Kokosmilch und Kokosmus in Blockform, teils unter der Bezeichnung „ creamed coconut “ verkauft, im Regal für internationale Lebensmittel, in asiatischen Lebensmittelgeschäften oder im Bioladen; erhitzen Sie den Joghurt nach der Fermentation nicht mehr, um die lebenden Bakterien zu erhalten.
Weitere Gerichte dieser Art finden Sie unter meinen kohlenhydratarmen Rezepten.

Selbstgemachter Kokosjoghurt
Zutaten
- 200 g Kokoscreme im Block
- 200 bis 400 ml Wasser oder 400 ml vollfette Kokosmilch
- 4 bis 8 Milliarden probiotische Bakterien
Optional
- 1 bis 2 Teelöffel Agar-Agar
Anleitungen
Mit Kokoscreme im Block
- Die Kokoscreme im Block mit heißem Wasser vermischen oder mit kühlerem Wasser vermischen und anschließend alles in einem kleinen Topf erwärmen. Die Kokoscreme muss vollständig mit dem Wasser vermischt sein, sodass eine homogene Milch entsteht.200 g Kokoscreme im Block, 200 bis 400 ml Wasser, 1 bis 2 Teelöffel Agar-Agar
Mit Kokosmilch
- Die Milch in einem kleinen Topf erwärmen.
Mit Kokoscreme im Block oder Kokosmilch
- Die Basis auf höchstens 45 Grad abkühlen lassen, vorsichtshalber am besten noch etwas kühler.
- Die Probiotika in Pulverform hinzufügen. Bei Verwendung von Kapseln diese zuerst öffnen! Die Kapseln selbst (die Hülle) nicht verwenden.4 bis 8 Milliarden probiotische Bakterien
- Die Milch gut mit den Probiotika verrühren. In ein gut verschließbares Gefäß füllen, vorzugsweise aus Glas.
- Oder in den Joghurtbereiter füllen/auf die Gläser des Joghurtbereiters verteilen und anschließend die Bedienungsanleitung des verwendeten Modells befolgen.
- Bei Verwendung eines Einmachglases mit Gummidichtung 24 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Im Sommer hinter einer sonnigen Fensterscheibe. Im Winter in der Nähe des Heizkessels oder auf einem Boden mit Fußbodenheizung. Ab und zu leicht schütteln.
- Das Glas vorsichtig öffnen: Es steht unter Druck! Dazu beispielsweise die Hand auf den Deckel legen und zunächst unter leichtem Gegendruck etwas Luft entweichen lassen. Die Öffnung vom Körper weg richten.
- Kurz umrühren und einige Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach ist der Joghurt verzehrfertig.
- Um den Joghurt flüssiger oder dicker zu machen, warten, bis er abgekühlt ist, da er beim Abkühlen noch etwas fester wird.
- Zum Entnehmen des Joghurts einen sauberen Löffel verwenden. Der Joghurt hält sich im Kühlschrank knapp eine Woche.