Ein Fladen aus Kichererbsenmehl mit Knoblauch und Chili, belegt mit Frischkäse, Spinat, karamellisierten roten Zwiebeln und Kürbis.
Der Boden kommt goldbraun und noch weich aus dem Ofen, der Frischkäse wird auf der lauwarmen Oberfläche verstrichen und der mit Balsamico glasierte Kürbis bringt eine süßsäuerliche Note mit. Farinata ist ein herzhafter Fladen aus Kichererbsenmehl, der in einer gut geölten Pfanne im Ofen gebacken wird. Diese Variante wird mit Knoblauch und Chili gewürzt und anschließend mit frischem Spinat, roten Zwiebeln und Kürbiswürfeln belegt. In Stücke geschnitten lässt sie sich zum Mittagessen teilen oder in kleinen Häppchen zum Aperitif servieren.

Was ist Farinata ?
Ihr Name leitet sich vom italienischen Wort für Mehl ab. Farinata ist ein herzhafter Fladen aus Kichererbsenmehl, Wasser, Olivenöl und Salz : Der Teig bleibt flüssig und wird dann im Ofen zu einem weichen Boden mit goldbrauner Oberfläche und leicht nussigem Geschmack gebacken. Sie ist von Natur aus glutenfrei.
Hier kommen zusätzlich Knoblauch, Chiliflocken, schwarzer Pfeffer und Rosmarin in den Teig. Belegt wird sie nach dem Backen : mit streichfähigem Frischkäse, Spinatblättern und anschließend mit roten Zwiebeln und Kürbis, die mit Balsamico-Essig abgelöscht werden. Ein Stück enthält 16 g verwertbare Kohlenhydrate.
Ein Fladen aus Ligurien
Farinata wird vor allem mit Ligurien verbunden. Dort wird sie als dünne Schicht bei sehr hoher Temperatur in einer speziellen, häufig kupfernen Backform gebacken. Man serviert sie pur oder mit Rosmarin gewürzt, mit goldbrauner Oberfläche und einem Boden, der fest, aber noch weich ist.
Bei dieser belegten Farinata bleibt der Kichererbsenboden erhalten, die Zubereitung wird jedoch an den heimischen Backofen angepasst. Eine gusseiserne Pfanne, eine ofenfeste Pfanne mit 24 bis 25 cm Durchmesser, eine Quicheform mit 20 bis 21 cm Durchmesser oder eine mit Backpapier ausgelegte Form ersetzen die traditionelle Backform. Rote Zwiebeln und Kürbis verleihen ihr eine herbstliche Süße, die der Balsamico-Essig ausgleicht.

Die wichtigsten Zutaten
Die Grundlage des Teigs bilden 100 g Kichererbsenmehl und 200 ml Wasser, die miteinander verquirlt werden und anschließend eine halbe Stunde ruhen : Das Mehl nimmt das Wasser auf und der Teig wird cremiger. Zwei Esslöffel natives Olivenöl extra machen ihn geschmeidig und verleihen ihm ein fruchtiges Aroma. Die beiden gepressten Knoblauchzehen werden auf Teig und Belag aufgeteilt, ihr kräftiges Aroma findet sich auch in den chinesischen Knoblauchnudeln wieder.
Gewürzt wird mit einem Teelöffel Rosmarin, einem halben Teelöffel schwarzem Pfeffer, ebenso viel rosa Himalayasalz oder keltischem Meersalz sowie einem Teelöffel Chiliflocken oder einer halben kleinen roten Chilischote. Die Schärfe bleibt dezent ; dieselben Flocken bilden auch die Grundlage für das schnelle Chiliöl. Mit einem großzügigen Schuss Avocadoöl, mildem Olivenöl oder ölsäurereichem Sonnenblumenöl wird die Pfanne samt Rand eingefettet.
Für den Belag werden eine rote Zwiebel und 100 g klein gewürfelter Kürbis in einem Schuss mildem Öl weich gegart und anschließend mit Balsamico-Essig abgelöscht. Eine Handvoll frischer Spinat bringt eine frische, leicht herbe Note mit, die sich auch im Palak Paneer findet. Die 100 g streichfähiger Frischkäse, aus Milch oder auf pflanzlicher Basis, verbinden alles miteinander und sorgen für eine salzige Cremigkeit.
Tipps zur Zubereitung und zum Servieren
Heize den Ofen auf 180 °C vor, rühre Öl, Knoblauch, Chili, Pfeffer und Salz in den ausgeruhten Teig, verquirle ihn nochmals kurz und gieße ihn in die gut geölte Pfanne. Backe ihn etwa eine halbe Stunde auf der unteren oder mittleren Schiene und schiebe ihn anschließend für etwa zehn Minuten weiter oben unter den Grill, damit die Oberfläche bräunt ; behalte ihn dabei im Auge, er nimmt schnell Farbe an. Brate währenddessen die in feine Streifen geschnittene Zwiebel bei starker Hitze an, reduziere die Hitze, gib den Knoblauch dazu und lasse alles langsam karamellisieren, wie für eine überbackene Zwiebelsuppe. Gib den Kürbis dazu, sobald die Farinata unter den Grill kommt, und lösche das Gemüse etwa zehn Minuten später mit Balsamico ab.

Lasse die Farinata etwas abkühlen, löse mit einem Pfannenwender erst den Rand und dann den Boden und belege sie erst kurz vor dem Servieren : mit Frischkäse, Spinat und darauf Zwiebeln und Kürbis. Serviere sie in Stücken mit einem grünen Salat mit einer leichten Zitronennote oder in kleinen Häppchen zusammen mit anderen Rezepten zum Aperitif. Zum Vorbereiten bewahrst du Boden und Belag getrennt in luftdichten Behältern im Kühlschrank auf und wärmst den Boden anschließend im Ofen oder bei schwacher Hitze in der Pfanne auf, in der Mikrowelle wird er weich. Bei Zöliakie solltest du das Etikett des Kichererbsenmehls prüfen.

Farinata mit karamellisierten Zwiebeln und Kürbis
Rezept drucken Rezept pinnen Zu meiner Liste hinzufügenZutaten
Teig
- 100 g Kichererbsenmehl
- 200 ml Wasser
- 2 Esslöffel Olivenöl nativ extra
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Teelöffel Rosmarin
- 1 Teelöffel Chiliflocken oder eine halbe kleine rote Chilischote
- 0.5 Teelöffel schwarzer Pfeffer
- 0.5 Teelöffel Salz rosa Himalayasalz oder keltisches Meersalz
- 1 Schuss Öl großzügig; Avocadoöl, mildes Olivenöl oder ölsäurereiches Sonnenblumenöl
Belag
- 1 Zwiebel rot
- 100 g Kürbis gewürfelt
- 1 Schuss Balsamicoessig großzügig
- 1 Handvoll Spinat frisch
- 100 g Frischkäse zum Streichen aus Milch oder pflanzlich
- 1 Schuss Öl Avocadoöl, mildes Olivenöl oder ölsäurereiches Sonnenblumenöl
Anleitungen
- Das Mehl mit dem Wasser verrühren und kurz kräftig mit dem Schneebesen aufschlagen, um Luft einzuarbeiten. Anschließend eine halbe Stunde ruhen lassen.100 g Kichererbsenmehl, 200 ml Wasser
- Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
- Der Teig ist inzwischen etwas cremiger und luftiger geworden. Das native Olivenöl extra, den Knoblauch (gepresst), die Chiliflocken sowie Pfeffer und Salz nach Geschmack hinzufügen.2 Esslöffel Olivenöl, 2 Zehen Knoblauch, 1 Teelöffel Rosmarin, 1 Teelöffel Chiliflocken, 0.5 Teelöffel schwarzer Pfeffer, 0.5 Teelöffel Salz
- Die ofenfeste Pfanne mit einem wirklich großzügigen Schuss mildem Olivenöl gut einfetten. Die Ränder nicht vergessen! Den Teig nochmals kurz mit dem Schneebesen verrühren. Den Teig in die Pfanne gießen. Die Pfanne in den Ofen stellen. Zunächst eine halbe Stunde backen. Zum Beispiel bei Umluft mit dem Rost auf der unteren/mittleren Schiene.1 Schuss Öl
- In der Zwischenzeit die Zwiebel schneiden und bei starker Hitze kurz in mildem Olivenöl anbraten. Anschließend die Hitze reduzieren, den Knoblauch (gepresst) hinzufügen und eine Weile karamellisieren lassen. Den Kürbis schon einmal in kleine Würfel schneiden.1 Zwiebel, 1 Schuss Öl, 100 g Kürbis
- Nach einer halben Stunde Backzeit den Rost eine Schiene höher einschieben, den Backofengrill einschalten und die Farinata weitere 10 Minuten backen, damit sich oben eine schöne Kruste bildet. Jetzt auch die Kürbiswürfel zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Nach etwa 10 Minuten mit dem Balsamicoessig ablöschen.1 Schuss Balsamicoessig
- Die Farinata aus dem Ofen nehmen. Etwas abkühlen lassen und zuerst die Ränder, dann den Boden von der Pfanne lösen. Die Farinata mit (pflanzlichem) Frischkäse bestreichen. Mit Spinatblättern belegen. Die Zwiebeln und den Kürbis auf dem Spinat verteilen.100 g Frischkäse zum Streichen, 1 Handvoll Spinat