Hausgemachtes japanisches Curry mit Schweinehackfleisch und zartem Gemüse – gebunden mit selbst gemachter Curry-Roux und abgerundet mit feinen süß-salzigen Noten.
Eine Schüssel Reis, eine Kelle goldgelbes Curry und butterweiche Stücke von Kabocha-Kürbis, Kartoffel und Aubergine. Das Schweinehackfleisch verschmilzt mit der Sauce, Ingwer und Knoblauch klingen dezent durch, und feine süß-salzige Zutaten – Ketchup, Worcestersauce, Apfel und Chutney – runden alles harmonisch ab.
Ein kräftigendes, unkompliziertes Curry für unter der Woche, gebunden mit hausgemachter Roux. Gut heiß auf Reis servieren.

Was ist Yasai Karē?
Yasai bedeutet „Gemüse“, Karē kommt über das Englische von „Curry“. Serviert wird das Gericht meist als Karē Raisu – Curry auf Reis – und zählt zum Yōshoku, jener Familie japanischer Gerichte mit westlichem Einfluss. In seiner hausgemachten, sämigen und milden Form gehört es zur alltäglichen japanischen Küche.
„Yasai“ rückt das Gemüse in den Mittelpunkt, ist aber nicht gleichbedeutend mit vegetarisch: Viele Varianten – wie diese hier – enthalten zusätzlich etwas Fleisch. Hier ergänzen 140 g Schweinehackfleisch fünf Gemüsesorten: Zwiebel, Karotte, Aubergine, Kabocha-Kürbis und Kartoffel.
Die Sauce basiert auf einer selbst gemachten japanischen Curry-Roux, in der Pfanne angerührt aus Öl, Mehl, japanischem Currypulver und einer Prise Garam Masala.

Ein Curry aus dem Westen
Das japanische Curry stammt nicht aus Indien, sondern aus England. Eingeführt in der Meiji-Ära während der Öffnung Japans zum Westen, verbreitete es sich zunächst über die Marine, dann über Kantinen und Schulen, bis es zum beliebten Familiengericht wurde. Die japanische Variante ist milder, sämiger und süßer als indisches Curry und lebt heute in unzähligen Hausrezepten weiter.
Die Hauptzutaten für Yasai Karē

Kabocha-Kürbis bringt süßes, beim Garen zart schmelzendes Fruchtfleisch mit. Dazu kommen gewürfelte Kartoffeln, Aubergine in feinen Scheiben sowie geschnittene Zwiebeln und Karotten in Julienne. Kartoffeln und Auberginen vor dem Garen einige Minuten in Wasser legen, damit sie ihre schöne Farbe behalten. Eine kleine Menge Schweinehackfleisch gibt Fülle und Bindung, ohne das Gemüse zu überdecken.
Die Roux separat zubereiten: Öl und gesiebtes Mehl bei schwacher Hitze glatt rühren, dann Currypulver und eine Prise Garam Masala einrühren. Diese hausgemachte Roux bindet die Sauce und trägt die Gewürze – ganz ohne fertigen Curryblock aus dem Handel.
Zwei Würzungen geben dem Garen Struktur: Würzung A aus geriebenem Ingwer und Knoblauch mit Rotwein aromatisiert das Schweinefleisch von Anfang an – die Hälfte des Rotweins dabei für den Schluss aufheben.
Würzung B kommt dazu, sobald das Gemüse weich ist, und vereint die süß-salzigen Akzente, die dem Gericht seinen Charakter geben: Worcestersauce, Sojasauce, Zucker, Ketchup, Brühpulver, Apfelmus und Chutney. Die Brühe besteht einfach aus heißem Wasser und Brühpulver; andere japanische Zubereitungen setzen eher auf eine Meeresbrühe mit Dashi und Kombu. Dazu passt Reis – welche Sorte sich eignet, zeigt der Reis-Ratgeber.

Tipps für gutes Gelingen
Bereiten Sie die Roux im Voraus zu und stellen Sie sie beiseite: Rühren Sie sie am Ende der Garzeit abseits vom Herd ein und lassen Sie das Curry danach nochmals sanft köcheln, damit es klümpchenfrei bindet. Legen Sie Kartoffeln und Aubergine während der restlichen Vorbereitung in Wasser ein und gießen Sie nur so viel heißes Wasser an, dass das Gemüse gerade bedeckt ist.
Geben Sie Würzung B erst dazu, wenn das Gemüse weich ist, danach die Roux, und runden Sie zum Schluss mit dem restlichen Rotwein ab, um sein Aroma zu bewahren. Entdecken Sie außerdem das Katsu-Curry, das Curry-Udon oder das Bifu Karē.

Zutaten
- 140 g Schweinefleisch gehackt
- 180 g Zwiebel
- 60 g Karotte
- 40 g Aubergine
- 75 g Kabocha-Kürbis
- 100 g Kartoffel
Curry-Roux
- 5 Teelöffel Öl
- 5 Teelöffel Mehl
- 2.5 g Currypulver
- 0.2 g Garam Masala
Würzung A
- 0.5 Teelöffel Ingwer gerieben
- 0.5 Teelöffel Knoblauch gerieben
- 1 Teelöffel Rotwein
Würzung B
- 1 Esslöffel Worcestershire-Sauce
- 1 Teelöffel dunkle Sojasauce
- 0.2 Teelöffel Zucker
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 2 Teelöffel Ketchup
- 1 Teelöffel Brühpulver
- 1 Esslöffel Apfelmus
- 2 Teelöffel Chutney
Anleitungen
Curry-Roux
- Erwärme das Öl mit dem gesiebten Mehl bei schwacher Hitze und verrühre alles zu einer glatten Masse.5 Teelöffel Öl, 5 Teelöffel Mehl

- Gib Currypulver und Garam Masala dazu und schwitze alles kurz mit an, bis ein glatter, duftender Roux entsteht.2.5 g Currypulver, 0.2 g Garam Masala

Vorbereitung
- Schneide die Kartoffel in etwa 2 cm große Würfel.100 g Kartoffel
- Viertle die Aubergine längs und schneide sie in etwa 5 mm dicke Scheiben.40 g Aubergine
- Lege die Kartoffel- und Auberginenstücke in kaltes Wasser ein.

- Schneide das Schweinefleisch in etwa 2 cm große Stücke.140 g Schweinefleisch
- Schneide die Zwiebel in feine Halbringe.180 g Zwiebel
- Schneide die Karotte in feine Julienne-Streifen.60 g Karotte
- Schneide den Kabocha-Kürbis in mundgerechte Stücke.75 g Kabocha-Kürbis
Zubereitung
- Brate das Schweinefleisch mit der Würzung A in einem Topf kräftig an und hebe die Hälfte des Rotweins für den Schluss auf.0.5 Teelöffel Ingwer, 0.5 Teelöffel Knoblauch, 1 Teelöffel Rotwein

- Gib Zwiebel und Karotte dazu und brate alles kurz mit an.

- Füge die Kartoffel hinzu und brate sie kurz mit an.

- Gib den abgetropften Kabocha-Kürbis und die abgetropfte Aubergine dazu.

- Gieße so viel heißes Wasser an, dass die Zutaten knapp bedeckt sind, und lasse alles sanft köcheln.

- Nimm den Topf vom Herd, sobald das Gemüse weich ist, und rühre die Würzung B ein.1 Esslöffel Worcestershire-Sauce, 1 Teelöffel dunkle Sojasauce, 0.2 Teelöffel Zucker, Salz und Pfeffer, 2 Teelöffel Ketchup, 1 Teelöffel Brühpulver, 1 Esslöffel Apfelmus, 2 Teelöffel Chutney

- Rühre den Roux gründlich ein und stelle den Topf zurück auf den Herd.

- Lasse das Curry sanft köcheln, bis es sämig andickt.
- Runde das Curry zum Schluss mit dem restlichen Rotwein ab.