yuzu ou yuza sur fond de pierre

Yuja – was ist das eigentlich?

Yuja hat die Farbe, Form und Textur einer Zitrone … beide sehen sich zum Verwechseln ähnlich! Trotzdem gehört Yuja zwar zur Familie der Zitrusfrüchte, ist aber etwas ganz anderes als die klassische gelbe Zitrone, die wir alle kennen. Doch was genau ist Yuja? 

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Was ist Yuja? 

Yuja, oder Yuzu, wie er in manchen Regionen genannt wird, ist eine Zitrusfrucht irgendwo zwischen Mandarine und Zitrone und stammt ursprünglich aus China! Wie die meisten Zitrusfrüchte hat er eine körnige, ziemlich unregelmäßige Schale. Seine Farbe variiert je nach Sorte und Reifegrad.

Yuja wird vor allem wegen seiner Schale und seines Safts geerntet, doch die Frucht lässt sich noch vielseitiger einsetzen. Es gibt viele Zubereitungen auf Yuja-Basis, und auch Tee gehört dazu! 

Herkunft des Yuja

Yuja gehört zu den Zitrusfrüchten, die man hierzulande nur schwer bekommt. Ursprünglich wurde die Frucht, eine natürliche Kreuzung aus Mandarine und Ichang-Papeda (chinesische Zitrone), in Tibet und China angebaut, insbesondere in den Ausläufern des Himalaya.

Später wurde Yuja in der japanischen Küche äußerst beliebt und ist dort sogar unter dem Namen „Yuzu“ bekannt! Nach und nach verbreitete er sich in die benachbarten Regionen, bevor er in ganz Asien populär wurde. In Europa und in den Vereinigten Staaten tauchte er erst im 20. Jahrhundert auf. 

Im Gegensatz zu vielen klassischen Zitrusfrüchten wächst diese kälteresistente Frucht an eher buschigen, dicht mit Dornen besetzten Bäumen. Die Ernte ist entsprechend mühsam, was auch den höheren Preis im Handel erklärt. Yuja gilt daher als seltenes, mitunter sogar luxuriöses Produkt. 

Yuja-Sorten

Es gibt einige Yuja-Sorten, die angesichts der Seltenheit der Frucht für die meisten jedoch kaum erhältlich sind. Hana Yuzu ist zum Beispiel eine dieser Arten, die vor allem wegen ihrer Blüten geschätzt wird, die für ihren intensiven Duft bekannt sind.

In Japan kennt man außerdem Yuko, eine extrem seltene Sorte, die nur dort vorkommt, ebenso wie Tadanishiki Yuzu, Shishi Yuzu oder „Lion Yuzu“, wie man ihn manchmal nennt…

Viele dieser exotischen Früchte ähneln einander. Deshalb kommt es sehr häufig vor, dass Yuja mit Dangyuja verwechselt wird, einer koreanischen Pampelmuse. Auch wenn sie in Form und Geschmack Yuja sehr ähnelt, wird Dangyuja botanisch als eine Variante der Pampelmuse betrachtet. Wenn Sie also einmal die Gelegenheit haben, eine dieser Früchte zu kaufen, lassen Sie sich im Geschäft am besten kurz beraten. 

Produktion

Früher wurde Yuja ausschließlich in China angebaut. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Frucht – wenn auch in begrenztem Umfang – jedoch weltweit verbreitet, wodurch sich auch ihre Anbaugebiete erweitert haben.

Japan, wo Yuja einen besonders hohen Stellenwert genießt, ist bis heute eines der wichtigsten Anbauländer. In der Präfektur Kōchi zum Beispiel, im Süden der Insel Shikoku, gibt es die meisten Yuzu-Felder des Landes. Die Region ist besonders für die Qualität ihrer Früchte bekannt.

In Europa ist der Anbau deutlich seltener. Kultiviert wird Yuja vor allem in Spanien und Portugal. In den Vereinigten Staaten gedeiht er besonders gut im milden, gemäßigten Klima Kaliforniens. 

Geschmack des Yuja

Yuja schmeckt mild und fruchtig, mit einer feinen Zitronennote, und hat eine angenehm knackige Textur. Sein Aroma bewegt sich zwischen der Süße einer Mandarine und der Säure einer Zitrone. Dennoch bleibt es eine recht saure Frucht, weshalb meist nur der Saft oder die Schale verwendet werden – und man ihn nicht einfach in Spalten serviert wie eine Orange. 

Neben seinem Geschmack ist Yuja auch für sein Duftprofil bekannt. Er bringt eine feine, florale Note mit, die Gerichten besondere Eleganz verleiht.

Aromatisch ist Yuja durchaus intensiv. Deshalb harmoniert er besonders gut mit feinen Speisen wie Meeresfrüchten oder Fisch. Auch in der Patisserie wird er gern verwendet. Sogar in der Parfümerie findet er immer häufiger Verwendung. 

Die Vorteile von Yuja

Yuja ist sehr reich an Vitamin C und gilt deshalb als natürliches Antioxidans, das das Immunsystem unterstützen kann. Außerdem enthält er Flavonoide und Aminosäuren, die dazu beitragen können, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und das Risiko bestimmter Krebsarten zu verringern.

Yuja liefert außerdem reichlich Ballaststoffe, die eine geregelte Verdauung unterstützen können. Darüber hinaus kann sein hoher Pektingehalt helfen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Kurz gesagt: Diese Zitrusfrucht bringt nicht nur eine exotische Note auf den Teller, sondern liefert auch viele wertvolle Nährstoffe und Mineralstoffe. 

Wie verwendet man Yuja?

Es gibt viele Möglichkeiten, Yuja zu verwenden. In der japanischen Küche wird er oft als Likör angesetzt oder zu Marmelade und Konfitüre verarbeitet. Man kann ihn in gemischten Salaten, Gemüsegerichten und Marinaden einsetzen – als Würzzutat oder als eigenständige Zutat.

Geschmorte und karamellisierte Lotuswurzeln auf einem weiß-blauen Teller
Warum den Yuja-Tee nicht mit einem köstlichen Teller geschmorter Lotuswurzeln servieren?

Ganz selbstverständlich findet Yuja auch seinen Platz in zahlreichen Rezepten für Desserts, etwa in Obstsalaten, Kuchen, Crumbles oder Sorbets… Außerdem lassen sich daraus Säfte, „Yuzunaden“ (eine Art neu interpretierte Limonade), Cocktails und natürlich Tee zubereiten.

Yuja beziehungsweise Yuzu auf Bambus

Yujacha, ein koreanischer Tee auf Yuja-Basis (wie der Name schon sagt), hat übrigens maßgeblich zur Popularität der Frucht beigetragen! Er wird aus in Zucker und etwas Essig eingelegten Yuja-Scheiben hergestellt. Anschließend wird die Mischung mit heißem Wasser aufgegossen, sodass ein fruchtig-säuerlicher Tee entsteht.

Yuja-Tee wird im Winter meist heiß getrunken, um wohlig zu wärmen, kann im Sommer aber ebenso gut kalt serviert werden. Er schmeckt nicht nur wunderbar, sondern gilt in Korea auch als traditionelles Hausmittel zur Unterstützung des Immunsystems und bei Halsschmerzen. Ich persönlich trinke ihn allerdings einfach nur aus Genuss – am liebsten mit guten hausgemachten amerikanischen Cookies

Wo findet man Yuja-Tee? 

Yuja-Tee finden Sie in asiatischen Lebensmittelgeschäften. Auch online ist er leicht zu bekommen, denn viele Shops führen exotische Produkte aller Art. 

Sie können Yuja-Tee auch selbst zubereiten, indem Sie die nötigen Zutaten in einem Feinkostladen besorgen. Die eigentliche Herausforderung ist es, frischen Yuja zu finden. Am besten halten Sie im Herbst danach Ausschau, also zwischen September und November. Achten Sie vor dem Kauf immer auf gute Qualität und Frische. 

Wie lagert man Yuja-Tee? 

Frischer Yuja-Tee kann im Kühlschrank etwa eine Woche in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Wichtig ist, ihn vor Licht und Wärme zu schützen, damit Frische und Geschmack erhalten bleiben.

Beachten Sie, dass sich Geschmack und Farbe des Tees mit der Zeit durch den natürlichen Abbau der Zutaten verändern können. Deshalb sollte er möglichst zeitnah verzehrt werden. Yuja-Tee lässt sich übrigens auch einfrieren.

Füllen Sie ihn dafür einfach in Eiswürfelformen und bewahren Sie ihn im Gefrierfach auf. Eine weitere Möglichkeit, wenn Sie Yuja-Tee länger genießen möchten: Kaufen Sie ihn lose. 

thé yuzu ou thé yuza sur pierre

Yuja-Tee (koreanischer Zitronentee)

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4.70/5 (10)
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Gericht: Getränke
Küche: koreanisch
Portionen: 15 Tassen
Kalorien: 67kcal
Autor: Marc Winer

Zutaten

Zutaten für Yuja-Cheong (Yuja-Marmelade)

  • 240 g Yuzu yuja
  • 240 g weißer Zucker

Zutaten für Yuja-Tee (Yuzu-Tee)

  • 3 Teelöffel Yuja-Cheong
  • 1 Tasse Wasser heiß oder kalt

Anleitungen

Für das Yuja-Cheong

  • Sterilisiere ein Glas in einem Topf mit kochendem Wasser.
  • Spüle den frischen Yuja unter fließendem Wasser ab. Du kannst die Schale mit Natron und/oder grobem Salz gründlich abreiben. Trockne den Yuja anschließend mit Küchenpapier.
  • Trenne den Yuja in Schale, Fruchtfleisch, weiße Haut, Kerne und Saft. Wirf Kerne und weiße Haut weg. Schneide die Yuja-Schale in feine, gleichmäßige Streifen.
  • Gib Fruchtfleisch und Yuja-Saft, aber nicht die Schale, in einen Mixer und püriere alles fein.
  • Vermische den pürierten Yuja in einer sauberen Schüssel gründlich mit dem Zucker. Gib die geschnittene Yuja-Schale in das sterilisierte Glas und gieße die Yuja-Zucker-Mischung darüber. Rühre alles mit einem sauberen Teelöffel um.
  • Verschließe das Glas und lasse es bei Raumtemperatur stehen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Je nach Menge kann das einige Tage dauern. Rühre das Yuja-Cheong in dieser Zeit täglich mit einem sauberen Teelöffel um.
  • Bewahre das Glas anschließend im Kühlschrank auf, bis alles verbraucht ist. Mit der Zeit wird die Marmelade noch aromatischer.

Für Yuja-Tee oder Yuzu-Tee

  • Löse 2-3 Teelöffel Yuja-Cheong (Yuja-Marmelade) in einer Tasse Wasser auf und serviere den Tee. Wenn du möchtest, kannst du die Yuja-Schale mitessen.

Nährwerte

Calories: 67kcal | Féculents: 18g | Protein: 0.2g | Fat: 0.1g | Sodium: 1mg | Potassium: 0.4mg | Fiber: 0.5g | Sugar: 16g | Vitamin A: 12IU | Vitamin C: 5mg | Calcium: 5mg | Iron: 0.1mg
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