Was sind Soba-Nudeln?
Soba-Nudeln sind eine in der japanischen Küche verwendete Sorte von Nudeln. Sie sind recht fein und eher dunkel – ihre Farbe verdanken sie ihrer Hauptzutat: Buchweizenmehl.
Außerdem werden sie aus etwas Weizenmehl und Wasser hergestellt, während hochwertigere Varianten auch speziellere Zutaten wie Grünteepulver oder Algen enthalten können. Optisch erinnern sie ein wenig an Vollkornspaghetti. Geschmacklich sind sie jedoch ganz anders!
Die Geschichte der Soba-Nudeln
Die Ursprünge der Soba-Nudeln reichen bis ins Mittelalter zurück. Schon damals praktizierten Zen-buddhistische Mönche lange Fastenzeiten, die manchmal mehr als zehn Tage dauerten. Kurz bevor sie diese Phasen der Entbehrung und Meditation begannen, aßen sie gewöhnlich kleine Kugeln aus einem Teig aus Wasser und Buchweizenmehl.
Außerdem war es ein Mönch namens Shoichi-Kokushi, der die für diese Nudeln typische Schneidetechnik in die Tempel brachte. Noch heute sind sie bei Mönchen beliebt, weil sie den Körper nicht beschweren und nicht müde machen. Soba-Nudeln gehören außerdem traditionell zum Neujahrsessen.
Der Unterschied zwischen Soba- und Somen-Nudeln
Tatsächlich sind Soba-Nudeln und Somen-Nudeln einander ziemlich ähnlich – und nicht nur dem Namen nach: Sie haben die gleiche Dicke, und beide können kalt in einer Brühe serviert werden …
Trotzdem handelt es sich um zwei verschiedene Nudelsorten! Am leichtesten lassen sie sich an ihrem Aussehen unterscheiden: Somen-Nudeln, die vollständig aus Weizenmehl bestehen, haben nicht die für Soba-Nudeln typische dunkle Farbe des Buchweizens.

Somen-Nudeln enthalten außerdem etwas Pflanzenöl – bei Soba ist das nicht der Fall, dort ist Wasser die einzige Flüssigkeit.
Wie bereitet man Soba-Nudeln zu?
Soba-Nudeln kann man auf zwei Arten essen: kalt oder heiß (lauwarm schmecken sie eher mäßig …). In beiden Fällen müssen sie zunächst gekocht werden. Das geht ganz einfach: Geben Sie sie 2 Minuten und 30 Sekunden in kochendes Wasser. Wie Spaghetti – nur deutlich kürzer!
Für die kalte Variante, ideal im Sommer, empfehle ich Ihnen ein Rezept für eine Sauce zu kalten Soba-Nudeln. Alle Details finden Sie im Artikel, aber grob gesagt: Die Nudeln werden gekocht, direkt in Wasser oder mit Eiswürfeln abgeschreckt und dann in einer Schüssel mit gehackten Frühlingszwiebeln serviert – zusammen mit der vorgeschlagenen Sauce auf Basis von Sojasauce und Mirin. Das i-Tüpfelchen: noch eine Portion Dashi-Brühe dazugeben!
Für die heiße Variante, die eher zu Herbst und Winter passt, können Sie gekochte Soba-Nudeln ebenfalls mit Dashi-Brühe servieren. Am besten eignet sich klassisches Dashi mit Kombu und getrocknetem Bonito. Wenn Sie es noch herzhafter mögen, ergänzen Sie die Brühe mit frittiertem Tofu oder kleinen Stücken aus Tempurateig …

Wie schmecken Soba-Nudeln?
Man muss Buchweizen natürlich mögen! Soba-Nudeln haben einen typischen nussigen, leicht erdigen Geschmack – der Buchweizen ist sofort herauszuschmecken. Ihre Textur ist recht dicht, leicht körnig und zugleich angenehm weich.
Wo kann man Soba-Nudeln kaufen?
Heutzutage ist es am einfachsten, Ihre Soba-Nudeln online bei Amazon zu bestellen. Am authentischsten ist es jedoch nach wie vor, sie bei japanischen Händlern zu kaufen. Soba-Nudeln finden Sie in den meisten japanischen und asiatischen Lebensmittelgeschäften.
Mit etwas Glück entdecken Sie sie sogar in den Asia-Abteilungen großer Supermärkte!
Die verschiedenen Arten von Soba-Nudeln
Die verschiedenen Soba-Varianten, denen Sie bei Ihrer kulinarischen Entdeckungsreise begegnen können, gibt es in mehreren verlockenden Formen:
- Juwari Soba/Towari Soba: Das ist eine Delikatesse unter den Soba. Sie wird ausschließlich aus 100 % Buchweizenmehl hergestellt. Diese Nudeln sind für ihre feste Textur und ihren markanten Geschmack bekannt, der aus der vollen Kraft des Buchweizens stammt. Soba-Liebhaber schätzen diese Variante vor allem wegen ihrer Reinheit und ihres authentischen Aromas.
- Nihachi Soba: Diese Variante kombiniert verschiedene Mehlsorten und schafft so ein ausgewogenes Verhältnis von Textur und Geschmack. Sie besteht zu 80 % aus Buchweizenmehl, was ihr viel vom charakteristischen Aroma verleiht, während die übrigen 20 % Weizenmehl für Elastizität und Zartheit sorgen. Dadurch ist sie besonders vielseitig und passt zu zahlreichen Gerichten.
- Cha Soba: Diese Soba-Variante setzt auf eine kreative Note, indem Matcha in den Nudelteig eingearbeitet wird. Matcha – fein gemahlenes Grünteepulver – verleiht den Nudeln nicht nur eine leuchtend grüne Farbe, sondern auch feine Teenoten. So entsteht ein einzigartiges Geschmackserlebnis, bei dem sich die rustikalen Aromen des Buchweizens mit den frischen, krautigen Nuancen des Matcha verbinden. Diese Nudeln werden oft kalt serviert und sind vor allem in den warmen Sommermonaten beliebt.
Jede dieser Soba-Arten bietet ein ganz eigenes kulinarisches Erlebnis und zeigt, wie vielseitig Buchweizen eingesetzt werden kann, um feine und aromatische Nudelgerichte zu kreieren. Ob Sie ein Purist sind, der den unverfälschten Buchweizengeschmack sucht, oder gern mit Geschmackskombinationen experimentiert – es gibt garantiert eine Soba-Variante, die Ihren Gaumen begeistert.
Was ist Sobayu?
Sobayu (蕎麦湯) bedeutet wörtlich „Kochwasser der Soba“ und bezeichnet das heiße Wasser, in dem die Soba-Nudeln gekocht wurden.
Es wird in der Regel am Ende einer Mahlzeit mit Soba-Nudeln in einer Teekanne serviert und kann pur wie Tee getrunken oder mit der restlichen Sauce zu einer wohltuenden Suppe verrührt werden, die die Mahlzeit angenehm abrundet.
Wie lagert man Soba-Nudeln?
Wenn Soba-Nudeln übrig bleiben, haben Sie wahrscheinlich einfach nicht die ganze Packung gekocht. Trocken lagert man Soba-Nudeln wie andere Nudeln auch: an einem kühlen, trockenen Ort.
Idealerweise verbrauchen Sie sie trotzdem innerhalb eines Jahres nach dem Kauf. Frische, aber noch ungekochte Soba-Nudeln sollten innerhalb von drei Tagen nach dem Kauf gegessen werden. In diesem Fall unbedingt im Kühlschrank aufbewahren!
Enthalten Soba-Nudeln Gluten?
Man könnte meinen, nein, weil Soba-Nudeln aus Buchweizenmehl bestehen. Tatsächlich enthalten die meisten Sorten jedoch etwas Gluten, da sie auch einen Anteil Weizenmehl enthalten.
Ohne Gluten wären Soba-Nudeln sehr brüchig und würden nicht in einem Stück zusammenhalten. Allergiker können jedoch aufatmen: Es gibt auch Soba-Nudeln aus 100 % Buchweizenmehl – und damit ganz ohne Gluten!

Zutaten
- 250 g trockene Soba-Nudeln
- 40 g Sesamöl
- 3 EL helle Sojasauce
- 2 EL Zucker
- 2 EL Reisessig
- 2 EL Sesamsamen schwarz oder weiß
- 2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
- 1 Zehe geriebener Knoblauch
Optionale Garnituren
- 0.25 TL Pfeffer
- fein geschnittene Radieschen
- gehackter Koriander
Anleitungen
Soba-Nudeln kochen
- Füllen Sie einen großen Topf mit etwa 3 Litern Wasser und bringen Sie es bei starker Hitze zum Kochen. Das Wasser muss nicht gesalzen werden. Wenn es schneller gehen soll, setzen Sie einen Deckel auf den Topf.
- Sobald das Wasser kocht, geben Sie die Soba-Nudeln hinein und garen Sie sie 4 Minuten lang. Rühren Sie dabei regelmäßig mit einer großen Gabel um, damit sie weder zusammenkleben noch am Topfboden haften.250 g trockene Soba-Nudeln
- Gießen Sie die Nudeln in ein Sieb im Spülbecken ab und spülen Sie sie sofort unter kaltem fließendem Wasser ab, bis sie vollständig abgekühlt sind. Lassen Sie das Sieb im Spülbecken stehen, damit die Nudeln gut abtropfen können.
In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten:
- Geben Sie Sesamöl, Sojasauce, Zucker, Reisessig, Sesamsamen, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und schwarzen Pfeffer in eine große Schüssel. Verrühren Sie alles gründlich mit einer Gabel, bis das Dressing schön glatt ist.40 g Sesamöl, 3 EL helle Sojasauce, 2 EL Zucker, 2 EL Reisessig, 2 EL Sesamsamen, 2 Frühlingszwiebeln, 1 Zehe geriebener Knoblauch, 0.25 TL Pfeffer
Nudeln anrichten:
- Klopfen Sie das Sieb im Spülbecken mehrmals kräftig ab, damit möglichst viel Wasser abläuft. Geben Sie die Nudeln zum Dressing und vermengen Sie alles mit einer Gabel, bis die Nudeln gleichmäßig überzogen sind. Servieren Sie sie bei Raumtemperatur oder gut gekühlt direkt aus dem Kühlschrank.
