Bateau traditionnel naviguant entre des formations rocheuses verdoyantes sur une baie brumeuse.

Was tun in Hanoi: meine 20 Lieblingsaktivitäten

Hanoi hat 2 Geschwindigkeiten: In der Stadt drängen sich Motorräder, Streetfood-Stände und jahrtausendealte Tempel in Gassen, die kaum breit genug für eine Fahrradrikscha sind; nur wenige Autostunden entfernt habe ich Karstfelsen in smaragdgrünem Wasser, Reisterrassen und Flusshöhlen gefunden, durch die man mit der Hand paddelt.

Was kann man in Hanoi machen? Hier sind meine 20 Lieblingsaktivitäten in der Stadt und im Umland, mit Preisen, Öffnungszeiten und Anbietern.

Was kann man in Hanoi machen: Halong-Bucht und Ausflüge rund um die Stadt
Von der Halong-Bucht bis zu den Gassen der Altstadt: Das empfehle ich dir in Hanoi.

1. In der Halong-Bucht übernachten

Die Halong-Bucht, seit 1994 UNESCO-Welterbe, ist das beliebteste Ausflugsziel ab Hanoi: Fast 2.000 Karstfelsen und Inseln ragen aus dem Golf von Tonkin. Doch die Hauptroute ist überlaufen: Staus auf dem Wasser, Motorenlärm und Müll im Wasser.

Ich habe mich für eine Übernachtung an Bord entschieden und empfehle sie dir. Die Bucht ist etwa 3 Stunden 30 Minuten Fahrt entfernt, ein Tagesausflug bedeutet also 7 Stunden Fahrt für etwa 4 Stunden auf dem Wasser: Du gehst gegen Mittag an Bord und fährst vor Sonnenuntergang wieder ab, genau dann, wenn die Bucht magisch wird. Bei einer Übernachtung (2 Tage, 1 Nacht) erlebst du den Sonnenuntergang über den Karstfelsen, die abendliche Ruhe ohne Tagesausflügler und den Sonnenaufgang mit Nebel zwischen den Kalksteinsäulen.

Bei 2 Übernachtungen wechselst du am 2. Tag oft auf ein kleineres Boot, und der Tag dazwischen kann etwas langweilig sein: Sie lohnen sich für die Insel Cat Ba oder eine Radtour zum Dorf Viet Hai, die bei einer Übernachtung nicht möglich sind. Wenn du keine 2 Tage Zeit hast, nimm für den Tagesausflug einen „Limousine Van“ statt eines Reisebusses, das ist bei 7 Stunden Fahrt deutlich bequemer.

Es gibt 3 Buchten, und das Ziel zählt deutlich mehr als der Preis. Die eigentliche Halong-Bucht ist am vollsten, mit Hunderten Booten und zunehmend verschmutztem Wasser. Ich empfehle dir Lan Ha direkt südlich davon, mit denselben Karstfelsen, deutlich weniger Booten und saubererem Wasser (Routen bei Orchid Cruises, Peony Cruises und Mon Cheri). Bai Tu Long im Nordosten ist weniger erschlossen, weniger touristisch und ursprünglicher.

Kreuzfahrt zwischen den Kalksteinfelsen der Halong-Bucht, Vietnam
Die Kalksteinfelsen der Bucht solltest du dir meiner Meinung nach bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang ansehen.

Im gehobenen Segment stehen für mich Stellar of the Seas und Orchid Cruises ganz oben: 280 bis 470 € pro Person für eine Übernachtung, große Kabinen, Balkone, Pool. In der Mittelklasse verlangen Indochina Junk (Bai Tu Long, am oberen Ende der Preisspanne, einer der Anbieter, die ich besonders empfehle), Peony Cruises und Doris Cruise, die letzten beiden in Lan Ha, 140 bis 230 €. Günstige Kreuzfahrten beginnen bei etwa 75 bis 110 €, darunter die Oasis Bay Party Cruise, die auf Partys ausgerichtete Backpacker-Option.

Bei Kreuzfahrten bekommst du, wofür du bezahlst: Die günstigsten bedeuten oft in die Jahre gekommene Boote, mittelmäßiges Essen und unerwartete Aufpreise. Bei knappem Budget ist die Insel Cat Ba mein Tipp: eine Fähre, 2 Nächte auf der Insel und ein Tagesausflug mit dem Boot in die Lan-Ha-Bucht für etwa 18 bis 28 € pro Person, inklusive Kajakfahren und Schwimmen, gegenüber 140 € und mehr für eine Kreuzfahrt mit Übernachtung. Du verzichtest auf das Aufwachen auf dem Wasser, bekommst dafür aber den Nationalpark Cat Ba, die Hospital Cave und die Möglichkeit, die Insel mit dem Motorrad zu erkunden; für den Bootsausflug empfehle ich Cat Ba Ventures.

Bevor du auf Viator oder einer Reisebewertungsseite buchst, vergleiche den Preis mit dem direkt beim Anbieter: Die Aufschläge der Vermittler können saftig sein. In Hanoi sind Lily’s Travel Agency in der Altstadt und Blue Dragon Tours 2 zuverlässige Reiseagenturen. Hüte dich vor von Betrügern kopierten Websites (Details in meinem Guide zur Reiseplanung für Hanoi): Überprüfe die URL oder kontaktiere den Anbieter per WhatsApp, bevor du bezahlst.

2. Mit dem Ruderboot durch Ninh Binh gleiten

In Ninh Binh findest du dieselben Karstfelsen, aber mitten zwischen Reisfeldern und Flüssen, daher der Beiname „trockene Halong-Bucht“. Es liegt nur 2 Stunden südlich von Hanoi (gegenüber 3 Stunden 30 Minuten zur Halong-Bucht), ist günstiger, weniger kommerzialisiert, und ich finde das Erlebnis sogar noch besser.

Von den 2 Ruderbootfahrten in Trang An und Tam Coc gefällt mir Trang An besser: ein Landschaftskomplex, der ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört, eine längere und besser organisierte Fahrt durch Höhlen und an Tempeln vorbei sowie Überreste der Dreharbeiten zu Kong: Skull Island. Ich habe nach Route 3 gefragt, der besten Mischung aus Höhlen und Panoramen; Trinkgeld wird nicht erwartet, und die Ruderer verkaufen dir mitten auf dem Fluss nichts.

Tam Coc ist während der Reisernte im Mai und Juni die bessere Wahl, wenn die Felder auf beiden Seiten des Flusses golden werden. Den Rest des Jahres liegt Trang An vorn, und die Ruderer von Tam Coc stehen im Ruf, bei Trinkgeldern und beim Warenverkauf aufdringlich zu sein.

An der Mua-Höhle (Hang Mua) führen 500 Stufen zu einem Aussichtspunkt mit einer Drachenskulptur hoch über dem gesamten Tal, dem meistfotografierten Ort der Region. Der Aufstieg ist steil, aber kurz, etwa 20 bis 25 Minuten, und der Blick auf die Karstfelsen und Reisfelder ist für mich eines der schönsten Panoramen im Norden Vietnams. Geh früh am Morgen hin, vor der Mittagshitze und dem großen Andrang.

Mua Cave (Hang Mua), die Treppe zum Gipfel über den Reisfeldern, Ninh Bình
Mua Cave (Hang Mua). Foto: hoach pham, Google Maps

Übernachte vor Ort, wenn du kannst: Die Tagesausflügler aus Hanoi kommen gegen 10:00 Uhr an und fahren gegen 16:00 Uhr wieder ab. Vom Dorf Tam Coc aus (nicht zu verwechseln mit der Stadt Ninh Binh) hast du die Mua-Höhle und Trang An bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang fast für dich allein und abends ein ruhiges Dorf.

Für einen Tagesausflug verlässt du Hanoi am besten vor 7:00 Uhr in einem „Limousine Van“, gebucht über 12Go.asia (etwa 9 €), ohne die obligatorischen Stopps des Touristenbusses in Souvenirläden. Für Ninh Binh kannst du auch in Tam Coc einen lokalen Guide engagieren oder über dein Hotel ein Paket buchen und dann mit dem Fahrrad oder Motorrad unterwegs sein: Die Straßen sind flach, und die Landschaften machen die Hälfte des Reizes aus.

Reisfelder und Karstfelsen in Ninh Binh, der trockenen Halong-Bucht
Ninh Binh, Karstfelsen wie in der Halong-Bucht, mitten zwischen Reisfeldern: Ich empfehle dir, dort zu übernachten.

3. Durch die Reisfelder von Sapa wandern

In Sapa geht es im Norden Vietnams steil bergauf: Reisterrassen, Dörfer ethnischer Minderheiten an den Hängen, spektakuläre Ausblicke bei klarem Wetter und keine Sicht bei Nebel. Die Stadt leidet unter der übermäßigen Bebauung (Baustellen, Touristenläden, Lärm), aber 5 Kilometer entfernt, in Ta Van oder Lao Chai, habe ich eine andere Welt gefunden: Terrassen und Übernachtungen bei Hmong-Familien.

Von Dezember bis Februar können Nebel und Kälte die Aussicht zunichtemachen; peile September bis Oktober (nach der Ernte, goldene Terrassen) oder März bis Mai (grüne Terrassen, klarerer Himmel) an. Sapa liegt mehr als 6 Busstunden entfernt, alternativ fährst du über Nacht mit dem Zug nach Lao Cai und dann noch 1 Stunde auf der Straße. Von einem Tagesausflug rate ich ab, 12 bis 14 Stunden im Bus für 4 Stunden vor Ort: Das Minimum sind 2 Nächte, 3 Tage, sonst fahr lieber nach Ninh Binh.

Für eine Trekkingtour empfehle ich dir Sapa Sisters oder Ethos, zwei verantwortungsvoll arbeitende Unternehmen, bei denen du über die Website buchen kannst: Hmong-Guides, wenig begangene Wege, Übernachtung bei Einheimischen, 45 bis 95 € pro Person für 2 Tage. Auch ohne zu wandern kannst du mit der Seilbahn auf den Fansipan fahren, mit 3.143 Metern der höchste Gipfel Indochinas: etwa 700.000 bis 900.000 VND (26 bis 33 €), teuer für Vietnam, aber der Blick über die Wolken rechtfertigt den Preis, wenn die Bedingungen stimmen.

Wenn du Motorrad fahren kannst und 3 bis 4 Tage Zeit hast, ist der Ha-Giang-Loop abgelegener, weniger erschlossen und bietet spektakulärere Pässe. Du brauchst aber einen internationalen Führerschein (in Vietnam umtauschbar) oder einen Fahrer. Für Trekking zu Fuß bleib in Sapa.

4. Mit dem Ruderboot zur Parfümpagode fahren

Der Ausflug zur Parfümpagode, einem buddhistischen Pilgerort etwa 60 km südwestlich von Hanoi, beginnt mit einer sehr ruhigen Ruderbootfahrt auf dem Yen-Bach, zwischen Kalksteinbergen hindurch, etwa eine Stunde pro Richtung. Anschließend bin ich zu den Höhlen und den in den Fels gehauenen Heiligtümern hinaufgestiegen (es gibt auch eine Seilbahn). Von Februar bis April, nach dem Tết-Fest, ist die Anlage voller vietnamesischer Gläubiger, im Rest des Jahres ist es deutlich ruhiger; plane einen ganzen Tag für diese Kombination aus Fluss, Bergen und Höhlentempel ein, die in der Umgebung von Hanoi einzigartig ist.

5. Mit dem Fahrrad durch das Tal von Mai Chau fahren

Etwa 3 Stunden 30 Minuten südwestlich von Hanoi liegt Mai Chau, ein Tal mit Reisfeldern und Pfahlhäusern der ethnischen Gruppe der Weißen Thai. Hier gibt es die gleichen Trekkingtouren und Übernachtungen bei Einheimischen wie in Sapa, nur tiefer gelegen, milder und deutlich näher: die Alternative für Reisfelder und Dörfer ethnischer Minderheiten, wenn du keine Zeit für Sapa hast. Ich bin mit dem Fahrrad durchs Tal gefahren, die Hauptaktivität hier, auf einem Gelände, das für jeden flach genug ist.

6. In Bat Trang die Töpferscheibe ausprobieren

Nur 13 km vom Zentrum entfernt stellt das Keramikdorf Bat Trang seit etwa 700 Jahren Töpferwaren her. Ich habe die Werkstätten besucht und die Töpferscheibe ausprobiert, alles in höchstens einem halben Tag. Hin kommst du mit dem Bus 47A vom Busbahnhof Long Bien (oder mit einem Grab). Kauf deine authentische vietnamesische Keramik direkt bei den Handwerkern, günstiger und von besserer Qualität als in jedem Laden in der Altstadt, wo sie das 2- bis 3-Fache des Dorfpreises kostet.

7. Das Wasserpuppentheater im Thang Long ansehen

Das Wasserpuppentheater ist eine jahrtausendealte Kunst aus Nordvietnam: Holzpuppen werden auf einer Wasserfläche von Puppenspielern bewegt, die hinter einem Sichtschutz verborgen sind. Ich habe sie im Thang Long Water Puppet Theatre neben dem Hoan-Kiem-See gesehen, dem bekanntesten Theater dafür.

Thang Long Water Puppet Theatre, die Puppen auf dem Wasser, Hanoi
Thang Long Water Puppet Theatre. Foto: Won Soon Lau, Google Maps

Wenn du eine Produktion wie im West End oder im Châtelet erwartest, wirst du enttäuscht sein: kurze folkloristische Szenen in langsamem Tempo, in einem dunklen, klimatisierten Saal, in dem die hypnotische Musik schon so manchen Zuschauer einnicken ließ. Das traditionelle Live-Orchester hat mich beeindruckt, und für 5-6 € und etwa 50 Minuten verlierst du nicht viel. Kauf deine Karten für den Abend früh am Tag, die Vorstellungen sind regelmäßig ausverkauft, besonders am Wochenende; wenn das Thang Long ausgebucht ist, geh ins Lotus Water Puppet Theater.

Wasserpuppentheater im Thang Long Theater, Hanoi
Im Thang Long hat mir vor allem das traditionelle Orchester gefallen, das live spielt.

8. Eine Food-Tour mit dem Motorrad machen

Wenn ich in Hanoi nur eine einzige Aktivität empfehlen dürfte, wäre es vielleicht diese. Als Beifahrer auf dem Motorrad meines Guides bin ich durch Gassen, über Brücken und durch Viertel gefahren, die ich zu Fuß oder mit dem Taxi nie gefunden hätte, mit 5 bis 8 Stopps an Streetfood-Ständen, an denen Einheimische essen, ohne englische Speisekarte.

Ich habe die Tour mit Hanoi Backstreet Tours gemacht: alte Minsk-Motorräder, Guides, die die Stadt wie ihre Westentasche kennen, Verkostungen inklusive, etwa 4 Stunden am Abend für 37 bis 65 € je nach Gruppe und Route, direkt beim Anbieter buchbar. Wenn du ein erfahrener Motorradfahrer bist, ist Tigit Motorbikes die erste Adresse für die Miete (keine Abzocke, transparente Versicherung, gut gewartete Motorräder). Aber der Verkehr in Hanoi, deutlich chaotischer als in Rom oder Neapel, ist wirklich gefährlich, wenn du gerade erst ankommst: Fang als Beifahrer an.

Für Touren zu Fuß empfehle ich Tony Eats Hanoi, mit Schwerpunkt auf nicht touristischen Gassen und wenig bekannten Gerichten, sowie Street Eats Hanoi.

9. Einen Kochkurs mit Marktbesuch machen

Die besten Kochkurse in Hanoi beginnen auf dem Markt. Ich habe meinen Guide auf einem lokalen Markt getroffen, wo er mir die Zutaten erklärt hat, wie man frische Produkte erkennt und wie sich die vietnamesische Küche von Region zu Region unterscheidet, bevor ich 3 bis 4 Gerichte zubereitet und alles probiert habe.

Rose Kitchen steht bei mir an erster Stelle, wegen der humorvollen, kompetenten und leidenschaftlichen Guides. Ella’s Food Tour & Cooking Class punktet mit hervorragendem Englisch und dem kulturellen Hintergrund zu jedem Gericht, und Apron Up ist eine gute preiswerte Option in der Altstadt. Rechne mit 28 bis 46 € für einen halben Tag inklusive Marktbesuch; in der Gruppe knüpfst du leichter Kontakte, wenn du allein reist.

Hausgemachtes Bún chả, vietnamesisches Rezept
Lust, es zu Hause nachzukochen? Mein Rezept für bún chả findest du auf der Website.

Zu Hause koche ich bún chả und vietnamesische Frühlingsrollen: Beide Rezepte findest du auf der Website.

10. Den Hoan-Kiem-See umrunden

Der Hoan-Kiem-See ist das Zentrum von Hanoi: Ich habe ihn in 20 Minuten umrundet, aber je nach Uhrzeit ändert sich alles. Schon um 5:30 oder 6:00 Uhr stellen sich Tai-Chi-Gruppen am Ufer auf, Jogger drehen ihre Runden und ältere Männer spielen auf den Bänken Schach. So friedlich zeigt sich die Stadt nur bis etwa 8 Uhr, wenn der Verkehr die Oberhand gewinnt.

Von Freitagabend bis Sonntagabend werden die Straßen rund um den See zur Fußgängerzone, ohne Motorräder und Autos: Straßenkünstler, Essensverkäufer, Kinder auf Inlineskates. Das ist eines der besten kostenlosen Erlebnisse in Hanoi und meine liebste Zeit, um durch die Altstadt zu schlendern, ohne bei jeder Straßenüberquerung um mein Leben zu fürchten. Der Ngoc-Son-Tempel auf einer kleinen Insel mitten im See, die über die rote The-Huc-Brücke erreichbar ist, lohnt den Besuch eher wegen seiner Lage als wegen des Tempels selbst.

11. Auf der Train Street den Zug vorbeifahren sehen

Hanois Train Street ist eine bewohnte Gasse, in der die Gleise mit kaum einem Meter Abstand zwischen den Häusern verlaufen: Wenn der Zug langsam vorbeifährt, holen die Bewohner Stühle und Wäsche herein. Die Polizei hat sie aus Sicherheitsgründen offiziell „geschlossen“, und du kannst nicht allein an der Absperrung vorbeigehen. Aber einen Trick gibt es noch: Diskutiere nicht mit der Polizei, halte dich im Hintergrund, suche den Blickkontakt zu Einheimischen und warte, bis ein Cafébesitzer kommt und dich einlädt.

Ich habe ein Getränk bestellt und dem Zug zugesehen, wie er am Café vorbeifuhr: Mit dem freien Herumlaufen auf den Gleisen ist es vorbei. Die Besitzer von Coffee 74 und Railway Cafe gehen aktiv auf Besucher zu. Die Fahrzeiten variieren, meist gibt es 2 bis 4 Durchfahrten pro Tag auf dem beliebten Abschnitt: Frag in deinem Café danach und plane 30 bis 60 Minuten inklusive Wartezeit ein.

Coffee 74, der Zug vor den Cafés der Train Street, Hanoi
Coffee 74. Foto: Alex Miller, Google Maps

12. Die Long-Bien-Brücke im Morgengrauen überqueren

Die Long-Bien-Brücke, eine jahrhundertealte Auslegerbrücke aus Stahl über den Roten Fluss, wurde vom französischen Unternehmen Daydé & Pillé entworfen und 1903 unter der französischen Kolonialherrschaft in Indochina fertiggestellt. Im Krieg wurde sie mehrfach bombardiert und jedes Mal wieder aufgebaut. Sie verbindet ursprüngliche französische Eisenkonstruktionen mit vietnamesischen Reparaturen, die ich beim Überqueren zu Fuß gut erkennen konnte.

Pont Long Bien, die Brücke über den Roten Fluss bei Sonnenuntergang, Hanoi
Pont Long Bien. Foto: The Anh Vu, Google Maps

Ich kam zum Sonnenaufgang wegen des Marktes: Händler mit Körben voller frischer Lebensmittel überqueren die Brücke zu Fuß und auf Motorrädern auf dem Weg zu den Märkten an beiden Ufern. Das kostet nichts, dauert etwa eine Stunde und zeigt dir den Alltag in Hanoi, fernab der üblichen Runde durch die Altstadt.

13. Mit dem Fahrrad um den Westsee fahren

Der Westsee (Tay Ho) ist der größte See Hanois. Seine 17 Kilometer mit dem Fahrrad zu umrunden, ist für mich eine der besten Möglichkeiten, einen Vormittag zu verbringen. Die Tran-Quoc-Pagode auf einer kleinen Halbinsel gehört zu den ältesten Vietnams (6. Jahrhundert) und bietet sich als Zwischenstopp auf der Runde an.

In dem Viertel findest du einige der besten internationalen Restaurants und Cafés Hanois für einen Brunch. Außerdem gehört es zu den besten Vierteln zum Übernachten in Hanoi. Miete ein Fahrrad in deinem Hotel oder über Grab und fahr vor 8 Uhr los: Danach wird die Uferstraße voller.

Fahrradtour um den Westsee (Tay Ho), Hanoi
Die Fahrradrunde um den Westsee: 17 Kilometer, die du am besten vor 8 Uhr fährst.

14. Mit der Fahrradrikscha durch die Altstadt fahren

In einer Fahrradrikscha sitzt du vorne, während der Fahrer hinter dir in die Pedale tritt, mitten im Straßengeschehen und auf Augenhöhe. Die klassische Route führt durch die 36 Straßen der Altstadt, die jeweils nach den dort einst verkauften Waren benannt sind (Seidenstraße, Silberstraße, Papierstraße). In 30 Minuten habe ich dort mehr Details gesehen als in einer Stunde im Taxi.

Verhandle vor dem Einsteigen: 100.000 bis 150.000 VND (4 bis 6 €) sind ein angemessener Preis für 30 bis 45 Minuten. Besonders in der Nähe des Hoan-Kiem-Sees verlangen manche Fahrer deutlich mehr: Bei 300.000+ VND geh lieber weiter.

15. Die Zitadelle von Thang Long besuchen

Die kaiserliche Zitadelle im Zentrum Hanois gehört zum UNESCO-Welterbe und diente aufeinanderfolgenden vietnamesischen Dynastien mehr als tausend Jahre lang als politisches Zentrum. Sie ist weniger spektakulär als die Kaiserstadt von Hue, doch ihre Ausgrabungen legen Fundamente frei, die bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen.

Ich habe mir den Flaggenturm (Cot Co), eines der Wahrzeichen Hanois, angesehen und vor allem den unterirdischen Bunker, in dem nordvietnamesische Generäle während des Krieges ihre Einsätze planten. Die Karten und Kommunikationsgeräte stehen noch an ihrem Platz. Plane 1 bis 2 Stunden ein; der Eintritt kostet 30.000 VND (etwa 1,10 €). Das ist eine gute Ergänzung zur Altstadt und zu meinem Guide zu den Sehenswürdigkeiten Hanois.

16. Das Wrack im B-52-See ansehen und am Truc-Bach-See zu Mittag essen

Im B-52-See (Huu-Tiep-See), einem kleinen See in einem ruhigen Wohnviertel, liegt noch immer das Wrack eines amerikanischen B-52-Bombers im Wasser, genau dort, wo er 1972 abstürzte, zwischen Lotusblumen und Häusern. Ohne Museum oder Kassenhäuschen, mit einer kleinen Tafel als einzigem Hinweis, ist das einer der surrealsten Anblicke Hanois: 10 Minuten für den Besuch.

Der Truc-Bach-See ist kleiner und ruhiger als der Hoan-Kiem-See oder der Westsee. Hier essen die Einheimischen in den Restaurants am Ostufer phở cuốn (gerollte phở, eine Spezialität Hanois). Ein kleines Denkmal markiert die Stelle, an der John McCains Flugzeug 1967 abgeschossen wurde und er mit dem Fallschirm in diesem See landete.

Truc Bach, Phở-cuốn-Rollen, Hanoi
Truc Bach. Foto: Minh Hiếu Lê, Google Maps

Ich habe dort zu Mittag gegessen: ausgezeichnetes Essen, kein Gedränge, viel besser als jedes Restaurant im touristischen Teil der Altstadt. Phở koche ich zu Hause als Suppe: Mein Rezept für phở findest du hier.

17. Das Frauenmuseum und die Straße Phung Hung besuchen

Das Vietnamesische Frauenmuseum in der Nähe des Hoan-Kiem-Sees ist für mich das beste Museum Hanois, noch vor dem Ho-Chi-Minh-Museum und dem Ethnologischen Museum. Seine Ausstellungen behandeln die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, im Krieg und im Alltag der ethnischen Gruppen, mit Übersetzungen ins Englische und Französische. Plane etwa 1 Stunde 30 Minuten ein.

Die Straße Phung Hung in der Nähe der Altstadt wird von Touristen oft übersehen. Sie ist mit großformatigen Wandbildern über das Leben in Hanoi im Wandel der Zeit geschmückt, Werken vietnamesischer und koreanischer Künstler. Fünf Minuten zu Fuß, kostenlos und ideal für Fotos.

Wandbilder in der Straße Phung Hung, Hanoi
Die Wandbilder in der Straße Phung Hung, gemalt von vietnamesischen und koreanischen Künstlern: ein Zwischenstopp von fünf Minuten, den ich dir empfehle.

18. Einen Eierkaffee im Cafe Giang trinken

Eierkaffee (cà phê trứng) ist eine Spezialität Hanois: aufgeschlagenes Eigelb und Kondensmilch auf kräftigem vietnamesischem Kaffee, ein Kaffee-Tiramisu in der Tasse. Ich habe meinen im Cafe Giang getrunken, dem Original, das 1946 von dem Mann eröffnet wurde, dem die Erfindung zugeschrieben wird. Es liegt in einer Gasse nahe der Altstadt, deren Eingang du zwanzigmal übersehen könntest: ausgezeichnet, etwa 35.000 VND (1,30 €).

Cafe Giang, der Innenraum des Cafés, Hanoi
Cafe Giang. Foto: Vu Minh Duc, Google Maps

Note Coffee, übersät mit Post-its von Besuchern, ist auf kitschige Art unterhaltsam. Für mich gehört Hanois Cafészene zu den besten Südostasiens, mit winzigen Cafés in Gassen, auf Dachterrassen oder hinter Türen ohne Schild.

19. Maßkleidung bestellen und Seide kaufen

Ich finde die Arbeit der Schneider in Hanoi hochwertiger als in Hoi An: Die Anfertigung in 24 Stunden in Hoi An ist schnell, aber manchmal schlampig, während die Schneider in Hanoi in der Regel 3 bis 5 Tage für eine sorgfältigere Verarbeitung brauchen. Ich empfehle dir Van Hung Tailor und Gentleman Bespoke.

Für Seide ist die Straße Hang Gai (Seidenstraße) in der Altstadt die traditionelle Einkaufsadresse: Die Preise sind verhandelbar. Rechne damit, 30 bis 50 % weniger als den zuerst genannten Preis zu bezahlen, oder geh zu Tan My Design für höhere Qualität zum Festpreis.

20. Sich massieren lassen und ein Kräuterbad nehmen

Die vietnamesische Massage setzt weniger auf extreme Dehnungen als die Thai-Massage und mehr auf Druckpunkte und Kräuter. Rechne mit 200.000 bis 400.000 VND (8 bis 15 €) für 60 Minuten, ähnlich wie in Bangkok. La Siesta Spa und SF Spa in der Altstadt sind zwei gute Adressen. Erstklassig sind die Spas im Sofitel Legend Metropole, einem Luxushotel aus der französischen Kolonialzeit, und im JW Marriott, zu Preisen internationaler Hotels.

Ich habe auch das Kräuterbad eines traditionellen Wellnessladens ausprobiert, eine Tradition aus Nordvietnam: Du tauchst in einen Holzbottich voller heimischer Kräuter und Heilpflanzen ein.

Wann ist die beste Reisezeit?

Plane Sapa am besten von September bis Oktober oder von März bis Mai ein und Tam Coc im Mai und Juni; in der Stadt solltest du früh am Morgen losziehen.

Bei 3 bis 4 Tagen empfehle ich dir 2 Tage in Hanoi und 1 bis 2 Tage auf einer Kreuzfahrt in der Halong-Bucht. Bei 5 bis 7 Tagen kommen Ninh Binh (1 bis 2 Tage) und mehr Zeit in der Stadt dazu. Sapa braucht 3 volle Tage und wird ab 8 Tagen realistisch: 3 für Sapa, 2 für die Halong-Bucht, 1 bis 2 für Ninh Binh und den Rest in Hanoi.

Der häufigste Fehler ist, die Halong-Bucht, Ninh Binh und Sapa in eine Woche zu packen: Du würdest mehr Zeit in Bussen als vor Ort verbringen. Wähle also zwei davon und nimm dir dafür richtig Zeit. Die Rezeption eines Hotels oder Hostels in der Altstadt kann die meisten dieser Ausflüge organisieren, etwas teurer als bei einer Direktbuchung. Doch der Komfort kann den kleinen Aufpreis für die Halong-Bucht oder Sapa wert sein, wo es auf die Abstimmung der Transfers ankommt.

Meine weiteren Reiseführer für Hanoi

In meinen weiteren Reiseführern für Hanoi erfährst du, wo du essen kannst, wo du übernachten kannst, was es zu sehen gibt und wie du deine Reise vorbereitest. Für andere Reiseziele in Südostasien habe ich ähnliche Reiseführer geschrieben: für Bangkok, Phuket und Bali. Für einen umfassenden Überblick fang mit meinem ausführlichen Reiseführer für Hanoi an.

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