Ein Hähnchencurry mit Spinat in einer Kokosmilchsauce, fertig in 20 Minuten.
Die Kokosmilchsauce umhüllt die Hähnchenoberkeulenfilets, Ingwer verleiht dem Ganzen Würze und Kurkuma färbt die Sauce goldgelb. Dazu kommt frischer Spinat, dessen ganze Blätter beim Garen zusammenfallen. Ein würziges, einfaches indisches Curry, das ohne stärkehaltige Beilage kohlenhydratarm ist. Plane insgesamt 20 Minuten für 2 Portionen ein. Dieses Rezept gehört zu meinen Keto-Gerichten.
Was ist indisches Hähnchencurry mit Spinat?
Ein Curry ist ein Gericht, das in einer würzigen Sauce geschmort wird. Indisch steht hier für eine bestimmte Aromenwelt: Knoblauch, Ingwer, gemahlener Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma und Chili nach Geschmack. Die Grundlage bleibt einfach: rote Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, gemahlene Gewürze und Stücke von entbeinten Hähnchenoberkeulen. Die Kokosmilch löst den Bratensatz und bindet die Sauce, ohne die Aromen zu überdecken.
Der Spinat kommt erst am Ende der Garzeit dazu, gerade lange genug, um zusammenzufallen, ohne seine Blattform zu verlieren. So bleibt die Sauce sämig, ohne weiter einzudicken. Die Schärfe lässt sich mit 1 Teelöffel Chiliflocken oder einem halben Teelöffel Cayennepfeffer dosieren. Die optionalen Bockshornkleesamen verleihen eine leicht bittere Note, die Curryblätter ein kräuteriges, zitroniges Aroma.

Herkunft des Gerichts
Diese Variante kombiniert Hähnchen, Spinat, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Gewürze. Sie gehört zur Familie der indischen Currys, ohne einem bestimmten klassischen Rezept zu folgen. Bei manchen Spinatgerichten entsteht aus pürierten Blättern und gelegentlich einem bindenden Milchprodukt eine grüne, dickflüssige Sauce, etwa bei Palak Paneer; hier sorgt Kokosmilch für eine milde Sauce, in der die ganzen Blätter sichtbar bleiben.
Das Ergebnis lebt von einem einfachen Gleichgewicht: der Milde der Kokosmilch, der Wärme der Gewürze und der Frische des Spinats. Das Curry bleibt aromatisch, und seine Schärfe lässt sich leicht anpassen.
Die wichtigsten Zutaten
Für 2 Personen brauchst du 2 bis 3 große Hähnchenoberkeulenfilets, die in einer Schmorsauce zarter bleiben als Brustfleisch; bei schonendem Garen sind die Stücke je nach Größe nach etwa 10 Minuten schön saftig. Beim Metzger fragst du am besten nach entbeinten Hähnchenoberkeulen.

Die 200 ml Kokosmilch binden die Sauce, mildern die Chilischärfe und sorgen für Cremigkeit; Kokosmilch zum Kochen eignet sich besser als ein verdünnter Pflanzendrink. Drei großzügige Handvoll frischer Spinat, gut abgetropft, damit die Sauce nicht verwässert, bringen eine frische Gemüsenote ein. Eine große rote Zwiebel bildet eine milde Grundlage, ohne stark karamellisiert zu werden. Vier Knoblauchzehen und 2 Esslöffel geriebener Ingwer geben den Ton an, zwischen kräftiger Schärfe und zitroniger Frische.
Bei den Gewürzen kommen 2 Teelöffel gemahlener Koriander und 2 Teelöffel Kurkuma für Farbe und erdige Tiefe zum Einsatz, dazu 1 Teelöffel Kreuzkümmel, 1 Teelöffel Chiliflocken oder ein halber Teelöffel Cayennepfeffer und zum Schluss ein halber Teelöffel schwarzer Pfeffer; das Kokosöl dient zum Braten und harmoniert mit der Kokosmilch. Ein halber Teelöffel Bockshornkleesamen und die Curryblätter sind optional und in indischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Tipps zur Zubereitung und zum Servieren
Auf dem Teller sollte das Hähnchen zart und gut von Sauce umhüllt sein, die Sauce glänzend und noch etwas flüssig, der Spinat grün und weich, ohne zu zerfallen. Die Kokosmilch mildert die Gewürze, ohne das Gericht schwer zu machen. Die Chilimenge lässt sich an die persönliche Vorliebe für Schärfe anpassen.

Damit das Gericht kohlenhydratarm bleibt, eignet sich Blumenkohlreis am besten als Beilage. Er nimmt die Sauce auf, ohne die Mahlzeit schwer zu machen. Ohne stärkehaltige Beilage passt das Curry mit 471 kcal pro Portion in eine kohlenhydratreduzierte Ernährung.
Für eine klassischere Variante findest du hier mein Hähnchencurry.
Weitere kohlenhydratarme Ideen findest du in meiner Sammlung von Keto-Rezepten.

Indisches Hähnchencurry mit Spinat
Zutaten
- 2 bis 3 große Hähnchenschenkelfilets (Bio, aus Freilandhaltung)
- 200 ml Kokosmilch
- 3 große Handvoll frischer Spinat
- 1 große rote Zwiebel
- 4 Zehen Knoblauch
- 2 Esslöffel frischer Ingwer gerieben
- 2 Teelöffel Koriandersamen gemahlen, Ketoembar
- 2 Teelöffel Kurkumapulver
- 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen gemahlen, Djinten
- 1 Teelöffel Chiliflocken oder 0.5 Teelöffel Cayennepfeffer
- 0.5 Teelöffel schwarzer Pfeffer
- Kokosöl zum Braten
Optional
- 0.5 Teelöffel Bockshornkleesamen
- Curryblätter
Anleitungen
- Die Zwiebel in feine Streifen schneiden und bei recht hoher Hitze glasig dünsten.1 große rote Zwiebel, Kokosöl
- Den Ingwer reiben, den Knoblauch pressen und beides dazugeben.2 Esslöffel frischer Ingwer, 4 Zehen Knoblauch
- Das Hähnchenfleisch mit einer Schere in Stücke schneiden (bei Hähnchenschenkelfilets finde ich eine Schere einfacher zu handhaben als ein Messer). Die Zwiebel zur Seite schieben und das Hähnchenfleisch auf der freien Fläche von allen Seiten scharf anbraten.2 bis 3 große Hähnchenschenkelfilets (Bio, aus Freilandhaltung)
- Die gemahlenen Gewürze vermischen und zum Hähnchenfleisch geben. Mit der Kokosmilch ablöschen und die Hitze reduzieren. Etwa 10 Minuten köcheln lassen.2 Teelöffel Koriandersamen, 2 Teelöffel Kurkumapulver, 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen, 1 Teelöffel Chiliflocken, 0.5 Teelöffel schwarzer Pfeffer, 0.5 Teelöffel Bockshornkleesamen, Curryblätter, 200 ml Kokosmilch
- Den Spinat nach und nach dazugeben und zusammenfallen lassen.3 große Handvoll frischer Spinat
- Mit Reis (oder Blumenkohlreis), Süßkartoffeln oder gebratenem Kürbis servieren.