Eine ketogene Blumenkohlpizza: ein fein zerkleinerter, ausgepresster und mit Pecorino und Ei gebundener Boden, belegt mit Tomate und Mozzarella, in zwei Etappen gebacken.
Mit Öl bestrichene Ränder, die im Ofen bräunen: Diese Blumenkohlpizza hat einen fein zerkleinerten Gemüseboden, der mit Pecorino und Ei gebunden und anschließend in zwei Etappen gebacken wird. Sie ist für eine Person gedacht und braucht insgesamt 55 Minuten, davon 10 Minuten Vorbereitung, sowie zwei Backgänge bei 200 °C: 20 Minuten für den Boden und weitere 15 Minuten nach dem Belegen. Für einen klassischen Hefeteig aus der Heißluftfritteuse gibt es auch die Pizza aus der Heißluftfritteuse. Dieses Rezept gehört zu meinen Keto-Broten und -Teigen.
Was ist eine Blumenkohlpizza?
Pizza steht hier für eine vertraute Form und einen vertrauten Belag: einen runden Boden, eine dünne Tomatenschicht, Mozzarella, Oregano und geriebenen Käse zum Überbacken. Der Unterschied liegt im Boden. Der rohe Blumenkohl wird in Röschen geteilt, deutlich feiner als Blumenkohlreis zerkleinert, gesalzen und anschließend in einem sauberen Geschirrtuch kräftig ausgepresst, um ihm das Wasser zu entziehen.
Der ketogene Charakter ergibt sich aus dem Verzicht auf Weizenmehl und einem Boden aus Blumenkohl, Ei und Pecorino. Für den Zusammenhalt sorgen das Ei, das beim Backen stockt, und der geriebene Pecorino, der trocken, salzig und geschmacksintensiv ist. Das Ergebnis ist kompakter und gemüsiger als ein Hefeteig, bleibt aber zart, mit Rändern, die nach dem Entzug der Feuchtigkeit schön bräunen können.

Die wichtigsten Zutaten
400 g Blumenkohl bilden die Grundlage. Er wird sehr fein zerkleinert und gut ausgepresst, um den stärkehaltigen Anteil eines Teigs zu ersetzen. Ein Teelöffel keltisches Meersalz würzt und hilft, vor dem Auspressen Wasser zu entziehen. 25 g geriebener Pecorino im Boden, von insgesamt 50 g, sorgen für Salz, Umami und Zusammenhalt. Ein Ei stockt im Ofen, ein Teelöffel Zwiebel- oder Knoblauchpulver sorgt für Würze, ohne Feuchtigkeit hinzuzufügen, und ein Teelöffel Paprikapulver bringt Wärme und Farbe.
Drei Esslöffel Passata sorgen für eine klare Tomatennote, ohne den Boden durchzuweichen; natives Olivenöl extra am Rand fördert die Bräunung. Dazu kommen 100 g frischer Mozzarella, in dünne Scheiben geschnitten und trocken getupft. Die restlichen 25 g Pecorino verstärken den Käsegeschmack, eine frische Tomate bringt Saftigkeit und getrockneter Oregano die abschließende Kräuternote. Er lässt sich durch Thymian, Rosmarin oder Salbei ersetzen.

Technik, Backen und Servieren
Die Masse für den Boden muss sehr gut ausgepresst werden: fein zerkleinern, salzen, ruhen lassen und dann in einem sauberen Geschirrtuch kräftig auspressen. Von 400 g rohem Blumenkohl sollten nach dem Auspressen etwa 250 g übrig bleiben; entziehe ihm also mindestens ein Drittel seines Ausgangsgewichts. Mit den 25 g Pecorino und dem Ei binden und von Hand zu einem runden Boden mit leicht erhöhtem Rand formen. Der erste Backgang erfolgt auf Backpapier bei 200 °C, bis der Boden fest, weniger feucht und an den Rändern goldbraun ist.
Nach kurzem Abkühlen auf einen Rost legen und belegen: die Ränder mit Öl bestreichen, Passata dünn auftragen und mit trocken getupftem Mozzarella, dünnen Tomatenscheiben, Pecorino und getrockneten Kräutern belegen. Beim zweiten Backgang auf dem Rost kann die Feuchtigkeit auch nach unten entweichen. Verwende nicht zu viel Tomate oder Mozzarella, denn das Vorbacken macht den Boden nicht wasserundurchlässig. Lass den Käse auch nicht zu stark bräunen, sonst trocknen die Ränder aus. Am besten direkt aus dem Ofen servieren, mit einem Salat mit Zitronendressing oder Gurke. Reste halten sich drei Tage im Kühlschrank und werden besser im Ofen als in der Mikrowelle aufgewärmt. Rechne mit 19 g Netto-Kohlenhydraten pro Portion: Ohne Mehl bedeutet nicht ohne Kohlenhydrate, denn Blumenkohl, Passata und Tomate liefern ebenfalls welche.

Für weitere kohlenhydratarme Ideen stöbere durch alle meine Keto-Rezepte.

Pizza mit Blumenkohlboden (Keto)
Zutaten
Boden
- 400 g Blumenkohl
- 1 Teelöffel Salz (keltisches Meersalz)
- 25 g Pecorino
- 1 Ei
- 1 Teelöffel Zwiebelpulver oder Knoblauchpulver
- 1 Teelöffel Paprikapulver
Belag
- 3 Esslöffel Passata
- 1 Esslöffel natives Olivenöl extra
- 100 g Mozzarella frisch, etwas weniger als eine ganze Kugel
- 25 g Pecorino
- 1 Tomate oder 2 kleine
- 1 Esslöffel Oregano (getrocknet) oder andere getrocknete Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei
Anleitungen
- Den Blumenkohl in Röschen teilen. Die Röschen in der Küchenmaschine so fein wie möglich zerkleinern. Wirklich deutlich feiner als für Blumenkohlreis.400 g Blumenkohl
- Mit dem Salz vermischen und kurz ruhen lassen. So lässt sich später die Feuchtigkeit leichter herauspressen.1 Teelöffel Salz (keltisches Meersalz)
- Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auch den Backofenrost jetzt schon herausnehmen, er wird später benötigt.
- In der Zwischenzeit den Pecorino reiben. Insgesamt 50 Gramm verwenden. Die Hälfte ist für den Boden, die andere Hälfte für den Belag.25 g Pecorino, 25 g Pecorino
- Den Blumenkohl samt Salz in ein sauberes Geschirrtuch geben. So viel Feuchtigkeit wie möglich herauspressen (mindestens ⅓ des Gewichts, besser mehr). Dafür drehe ich das Tuch fest zu und drücke das Ganze mit einem Deckel gegen die Seitenwand des Spülbeckens.
- Nun bleiben etwa 250 Gramm trockener Blumenkohl übrig. In eine Schüssel geben. Den Käse und das Ei untermischen.1 Ei, 1 Teelöffel Zwiebelpulver, 1 Teelöffel Paprikapulver
- Den „Teig“ mit den Händen zu einer Pizza formen. Meist forme ich zuerst eine Kugel, die ich dann möglichst rund flach drücke.
- Darauf achten, dass die Ränder nicht zu dünn werden. Ich schiebe die Ränder meist etwas nach innen, sodass ein ganz kleiner Wulst entsteht. Ein dünner Rand verbrennt.
- Die Pizza in den Ofen schieben und 20 Minuten backen.
- Anschließend kurz abkühlen lassen und auf einen Backofenrost legen.
- Das Olivenöl in ein kleines Gefäß geben. Die Pizzaränder mit einem Pinsel damit bestreichen.1 Esslöffel natives Olivenöl extra
- 3 Esslöffel Passata auf dem Boden verstreichen. Das geht gut mit dem Rücken eines Löffels. Die eingeölten Ränder frei lassen.3 Esslöffel Passata
- Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Trocken tupfen. Nicht ganz eine ganze Kugel (in der Regel etwa 125 Gramm) verwenden. Sonst wird es zu feucht, da auch frische Tomate verwendet wird. Den kleinen Rest nach Belieben naschen100 g Mozzarella
- Die Tomate in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Mozzarella und dem Pecorino auf der Pizza verteilen.1 Tomate
- Mit getrockneten grünen Kräutern bestreuen.1 Esslöffel Oregano (getrocknet)
- Noch einmal für eine Viertelstunde in den Ofen geben