Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - En-tete

Hausgemachte Zwiebel-Pakoras (Kanda Bhaji)

Zwiebel-Pakoras aus Maharashtra, mit ganz wenig Kichererbsenmehl gebunden und frittiert, bis sie richtig knusprig sind.

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Seit dem Morgen regnet es, und gegen fünf Uhr wird die Lust auf etwas Warmes und Knuspriges übermächtig. In Indien steckt die Antwort in einer tiefen Pfanne voller Öl: feine Zwiebelfäden, kaum mit Kichererbsenmehl überzogen, die goldbraun, zerzaust und fast wie Spitze wieder herauskommen.

Es duftet nach Ajowan, Curryblättern und grüner Chili. Man schnappt sie sich noch glühend heiß, tunkt sie in Minz-Chutney, und der Chai wird kalt, während man sich noch einen nimmt.

Authentischer indischer Lassi
Ein gut gekühlter Lassi besänftigt die grüne Chili

Was sind Zwiebel-Pakoras?

Zwiebel-Pakoras sind frittierte Häppchen aus Indien: fein geschnittene Zwiebeln, vermischt mit grünen Chilis, Ingwer und Kräutern, gebunden mit Kichererbsenmehl (Besan) und etwas Reismehl, dann im Ölbad ausgebacken. In Maharashtra heißen sie Kanda Bhaji.

Von anderen Pakoras unterscheiden sie sich durch das Mengenverhältnis: viel Zwiebel, sehr wenig Mehl, und das Wasser, das die gesalzenen Zwiebeln abgeben, hält alles zusammen. Wie Samosas gehören sie in der indischen Küche zu den Grundpfeilern der Straßenküche.

Kanda bedeutet auf Marathi „Zwiebel“, und Bhaji kommt vom Sanskrit-Wort bharjita, „frittiert“. Pakora geht auf das Sanskrit-Wort pakvavata zurück, ein kleines gegartes Stück. Auf Hindi sagt man auch Pyaaz Pakoda.

Von mittelalterlichen Schriften zu den Imbissständen der Monsunzeit

In Kichererbsenmehl ausgebackenes Gemüse taucht bereits in indischen Texten des Mittelalters auf, im Lokopakara (1025) und im Manasollasa (1130). Weil es frittiert war, zählte es zur Pakki Rasoi, der „gut durchgegarten“ Küche, die weniger feucht und leichter zu transportieren war als in Wasser gekochte Gerichte.

In Maharashtra isst man Kanda Bhaji als Imbiss auf der Straße. In Mumbai wie in Pune gehören sie zum Monsunregen: dampfende Stände, brutzelndes Öl und glühend heiß servierter Chai. Eine bekannte Variante, Khekda Bhaji, verdankt ihren Namen dem Marathi-Wort für „Krabbe“: Im Öl fächern sich die langen Zwiebelstreifen wie Beine auf.

Authentisches Chana Masala
Soll eine Mahlzeit daraus werden, lass ein Chana Masala folgen

Derselbe Besan-Teig umhüllt auch anderes Gemüse: Kartoffeln in dünnen Scheiben (Aloo Pakora), ganze Spinatblätter (Palak Pakora) oder kleine Blumenkohlröschen (Gobi Pakora). Das Duo aus Kartoffel und Blumenkohl findet man im Aloo Gobi wieder, den Spinat im Palak Paneer.

Die wichtigsten Zutaten für Zwiebel-Pakoras

Zwiebel-Pakoras (Kanda Bhaji) - Zutaten

Die Zwiebel leistet fast die ganze Arbeit. Fein geschnitten und mit dem Salz zwischen den Fingern ausgedrückt, gibt sie in wenigen Minuten ihr Wasser ab, und dieser Saft bindet das Mehl. Grüne Chilis, geriebener Ingwer, Curryblätter (oder frischer Koriander) und ein paar Minzblätter sorgen für das Aroma.

Das Kichererbsenmehl, Besan genannt, gibt es in indischen und asiatischen Lebensmittelläden. Es schmeckt nussig und wird schnell goldbraun. Etwas Reismehl macht die Kruste fester; feiner Grieß oder Maisstärke ersetzen es problemlos.

Ajowan (Ajwain), ein kleines Samenkorn mit thymianähnlichem Geschmack, ist das Pakora-Gewürz schlechthin. Eingeweichte Cashewkerne sind optional und sorgen für knackige Stückchen. Dazu ein Minz- oder Tamarinden-Chutney oder ein gut gekühltes Raita.

Technik-Tipps für richtig knusprige Pakoras

Die Knusprigkeit kommt von einem bewusst niedrigen Mehlanteil: etwa 150 g Besan auf 300 g Zwiebeln. Die Mischung soll eine feuchte, kompakte Masse bleiben und nie zu einem flüssigen Teig werden.

Das Wasser kommt immer nur zwei Esslöffel auf einmal dazu, und zu viel davon ergibt weiche Pakoras, die sich mit Öl vollsaugen. Gießt man einen Löffel sehr heißes Öl in die Mischung, werden sie noch knuspriger.

Dal aus roten Linsen
Mit einem Dal aus roten Linsen und Reis steht das Essen auf dem Tisch

Halte das Öl beim Frittieren zwischen 170 und 180 °C: Ein kleines Stück Teig sollte sofort an die Oberfläche steigen. Ist das Öl zu heiß, verbrennt die Außenseite, bevor das Innere gar ist. Ist es zu kalt, werden die Pakoras fettig. Kanda Bhaji werden nur einmal frittiert und sofort gegessen; wenn du sie im Voraus zubereitest, bekommen sie durch doppeltes Frittieren kurz vor dem Servieren ihre Knusprigkeit zurück.

Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - En-tete

Hausgemachte Zwiebel-Pakoras (Kanda Bhaji)

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5/5 (13)
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Ruhezeit: 5 Minuten
Gesamtzeit: 30 Minuten
Gericht: Snack
Küche: Indisch
Portionen: 4
Autor: Marc Winer

Zutaten

  • 300 g Zwiebeln (etwa 2 große), in feine Streifen geschnitten
  • 150 g Kichererbsenmehl (Besan)
  • 1.5 EL Reismehl oder feiner Grieß oder Maizena
  • 0.75 TL Salz
  • 2 grüne Chilischoten gehackt
  • 0.5 TL Ingwer gerieben (optional)
  • 0.5 TL Ajowansamen (Ajwain)
  • 1 Zweig Curryblätter gehackt, oder 2 EL frischer Koriander
  • 10 Blätter Minze gehackt (optional)
  • 35 g Cashewkerne 15 Minuten eingeweicht, dann abgetropft (optional)
  • 1 EL Öl sehr heiß, für den Teig
  • Öl zum Frittieren

Anleitungen

  • Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben.
    300 g Zwiebeln
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Émincer finement les oignons et les mettre dans un saladier.
  • Grüne Chilischoten, Ingwer, Curryblätter, Minze und Salz dazugeben.
    0.75 TL Salz, 2 grüne Chilischoten, 0.5 TL Ingwer, 1 Zweig Curryblätter, 10 Blätter Minze
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Ajouter les piments verts, le gingembre, les feuilles de curry, la menthe et le sel.
  • Die Zwiebeln mehrmals zwischen den Fingern drücken, ohne sie zu zerquetschen.
  • 5 Minuten ruhen lassen, damit die Zwiebeln Wasser ziehen.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Laisser reposer 5 minutes, le temps que les oignons rendent leur eau.
  • Kichererbsenmehl, Reismehl, Ajowan und Cashewkerne darüberstreuen.
    150 g Kichererbsenmehl, 1.5 EL Reismehl, 0.5 TL Ajowansamen, 35 g Cashewkerne
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Saupoudrer la farine de pois chiche, la farine de riz, l'ajowan et les noix de cajou.
  • Gut vermengen, damit die Zwiebeln rundum überzogen sind; die Mischung bleibt dabei recht trocken.
  • Unter Rühren jeweils 2 EL Wasser zugeben, bis eine feuchte, kompakte Masse entsteht.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Ajouter l'eau, 2 cuillères à soupe à la fois, en mélangeant, jusqu'à obtenir une masse humide et compacte.
  • Der Teig soll fest und sehr feucht sein, aber nicht flüssig wie ein Ausbackteig.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - La pâte doit être ferme et très humide, sans être liquide comme une pâte à beignets.
  • Das für den Teig vorgesehene Öl erhitzen, bis es sehr heiß ist, dann über die Mischung gießen und mit einem Löffel unterrühren.
    1 EL Öl
  • Das Öl zum Frittieren in einer Schmorpfanne oder einem Wok erhitzen.
    Öl zum Frittieren
  • Zum Prüfen der Temperatur ein kleines Stück Teig hineinfallen lassen: Es muss sofort an die Oberfläche steigen und darf nicht absinken.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Vérifier la température en y laissant tomber un petit morceau de pâte : il doit remonter aussitôt à la surface sans couler.
  • Die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe einstellen, zwischen 170 und 180 °C.
  • Mit den Fingerspitzen kleine Portionen Teig abnehmen und ins Öl gleiten lassen.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Prélever de petites portions de pâte du bout des doigts et les glisser dans l'huile.
  • Nicht zu viel auf einmal ins Öl geben.
  • Ab und zu umrühren und wenden, damit alles gleichmäßig gart.
  • Frittieren, bis die Pakoras knusprig und goldbraun sind.
  • Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Égoutter sur du papier absorbant.
  • In kleinen Portionen weiterfrittieren.
  • Schön heiß servieren.
    Pakoras d'oignon (kanda bhaji) - Servir bien chaud.

Notizen

Der Kanda Bhaji verdankt seine Knusprigkeit einem bewusst geringen Mehlanteil: wenig Besan auf viel Zwiebel. Das unterscheidet ihn von anderen Pakoras, die stärker mit Teig umhüllt sind. Versuch nicht, einen flüssigen Teig anzurühren. Das Wasser, das die Zwiebeln abgeben, und ein klein wenig zusätzliches Wasser reichen aus, um die Mischung zu binden. Zu viel Wasser ergibt weiche Pakoras, die sich mit Öl vollsaugen.
Der kleine Trick, der sie noch knuspriger macht, ist der Löffel sehr heißes Öl, den du unter den Teig arbeitest. Die Frittiertemperatur ist genauso wichtig: Ist das Öl zu heiß, verbrennt die Außenseite, bevor das Innere gar ist; ist es zu kalt, werden die Pakoras fettig und weich. Bleib bei mittlerer bis hoher Hitze, zwischen 170 und 180 °C.
Zum doppelten Frittieren: Der traditionelle Kanda Bhaji wird nur einmal frittiert und sofort serviert, solange er am knusprigsten ist. Wenn du die Pakoras im Voraus zubereiten musst, frittiere sie zunächst nur, bis sie gerade eben goldgelb und gar sind, lass sie abtropfen und gib sie dann kurz vor dem Servieren ein zweites Mal bei mittlerer bis hoher Hitze ins Öl, bis sie schön goldbraun sind. So werden sie wieder richtig knusprig.
Als Variante eignen sich auch andere Gemüsesorten, jeweils mit eigenem Zuschnitt und eigener Garzeit. Kartoffeln (Aloo Pakora): in 2 bis 3 mm dünne Scheiben oder in Stifte geschnitten, in einen etwas flüssigeren Besanteig getaucht und frittiert, die Scheiben 3 bis 4 Minuten, die Stifte etwas länger. Spinat (Palak Pakora): ganze Blätter, einzeln durch einen dünnflüssigen Teig gezogen und 2 bis 3 Minuten frittiert. Blumenkohl (Gobi Pakora): in kleine Röschen zerteilt, kleine roh, größere 2 bis 3 Minuten blanchiert, mit Teig überzogen und 4 bis 5 Minuten frittiert, bis sie innen weich sind.
Schön heiß servieren, mit Minz- oder Tamarinden-Chutney und einem Chai-Tee.
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