Weiche Wraps aus gemahlenen Leinsamen, ohne Mehl und Gluten, zum Füllen und Aufrollen.
In einer gut erhitzten Pfanne entwickeln gemahlene Leinsamen ein leichtes Röstaroma und werden zu einem dünnen, geschmeidigen Fladen, der sich aufrollen lässt, ohne zu reißen. Der Teig besteht lediglich aus gemahlenen Leinsamen, heißem Wasser und etwas Salz, ganz ohne Mehl und Getreide. Mit Räucherlachs oder Eiersalat füllen, aufrollen, und schon ist das Mittagessen fertig. Dieses Rezept finden Sie auch bei meinen Keto-Broten und -Teigen.

Ein Keto-Wrap ohne Mehl
Der Keto-Wrap aus Leinsamen ist ein geschmeidiger Fladen aus fein gemahlenen Leinsamen, heißem Wasser und Salz. Seinen Zusammenhalt verdankt er den Schleimstoffen der Leinsamen: Sie bilden ein Gel, sobald die Ballaststoffe der Samen mit Wasser in Berührung kommen, ganz ohne Ei, Flohsamenschalen und Mehl. Die wenigen Tropfen Öl dienen nur dazu, die Pfanne einzufetten.
Die Ruhezeit von 30 Minuten erledigt die ganze Arbeit. Das Wasser dringt in die gemahlenen Leinsamen ein, der Teig wird gleichmäßig und geschmeidig genug, um ihn kurz zu kneten und anschließend zwischen zwei Blättern Backpapier auszurollen. Das Ziel ist ein dünner, weicher Fladen, keinesfalls trocken oder knusprig. Die unregelmäßigen Ränder lassen sich mit einer umgedrehten Schüssel ausstechen. Dabei bleibt oft etwas Teig übrig, das ist so vorgesehen.
Die Farbe hängt von den Leinsamen ab: Mit braunen Leinsamen wird sie dunkler, mit Goldleinsamen heller. Jede Portion ergibt einen Wrap, den Sie füllen und aufrollen oder für den Aperitif in kleine Stücke schneiden können.

Wenn Leinsamen das Mehl ersetzen
Dies ist ein modernes Keto-Rezept für besonders kohlenhydratarme Fladen ohne Mehl. Mit einer leichteren Variante klassischer Wraps hat es nichts zu tun: Hier hält der Teig ohne Gluten und Stärke zusammen.
Bei Weizen- oder Mais-Wraps sorgt das Mehl für die Geschmeidigkeit. Hier übernehmen die eingeweichten, gemahlenen Leinsamen den gesamten Zusammenhalt. Sie verleihen den Wraps den Geschmack gerösteter Samen, eine kräftigere Farbe und eine Konsistenz, die weich bleibt, solange die Backzeit kurz ist.
Die wichtigsten Zutaten
Alles basiert auf 150 g Leinsamen, der einzigen Grundlage des Fladens. Sie können die Samen selbst mahlen, zum Beispiel in einer elektrischen Kaffeemühle, oder bereits gemahlen kaufen. Ein feiner Mahlgrad erleichtert die Wasseraufnahme und ergibt einen gleichmäßigen Teig; ob braune Leinsamen oder Goldleinsamen, merklich verändert sich nur das Aussehen.
Die 2 Esslöffel Leinsamen in Reserve werden beim Ausrollen gebraucht. Klebt der Teig nach der Ruhezeit noch, reichen etwas gemahlene Leinsamen auf dem Backpapier aus, ganz ohne zusätzliches Mehl. Die 250 ml heißes Wasser lösen die Gelbildung der Schleimstoffe aus, und die 3 Prisen Salz sorgen dafür, dass der Wrap nicht fade schmeckt.

Die 3 Tropfen Öl, etwa Avocadoöl, mildes Olivenöl oder High-Oleic-Sonnenblumenöl, dienen nur zum Einfetten der Pfanne. Verwechseln Sie gemahlene Leinsamen nicht mit entöltem Leinmehl: Es nimmt Wasser anders auf und verändert das Ergebnis.
Konsistenz, Füllung und Aufbewahrung
Für die richtige Konsistenz sind ein feiner Mahlgrad, das Einweichen in heißem Salzwasser und die vollständige Ruhezeit entscheidend. Der Teig soll formbar bleiben: Kneten Sie ihn kurz, teilen Sie ihn in 3 Portionen, rollen Sie jede Portion zwischen zwei Blättern Backpapier aus und stechen Sie anschließend mit einer umgedrehten Schüssel gleichmäßige Fladen aus. In einer kleinen, heißen und leicht eingefetteten Pfanne brauchen sie etwa 2 Minuten pro Seite. Verwenden Sie weder ganze Samen noch entöltes Leinmehl oder Öl im Teig, und backen Sie die Wraps nicht zu lange, sonst werden sie trocken und brüchig.
Die Füllungen sind in den Nährwertangaben nicht enthalten. Mascarpone und Räucherlachs passen sehr gut, ebenso Eiersalat mit Räucherschinken, Gurke, knackiger Blattsalat und frische Kräuter. Lassen Sie feuchte Zutaten abtropfen und lassen Sie die Ränder frei. Für eine gehaltvollere Variante können Sie sich von Kebab, Rindfleisch-Tacos oder Banh Mi inspirieren lassen.

Nach dem Abkühlen lassen sich die ungefüllten Wraps, durch Backpapier getrennt, in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und auf dieselbe Weise einfrieren. Durch kurzes Erwärmen in der Pfanne werden sie wieder geschmeidig.

Die Angabe von einem Gramm Netto-Kohlenhydraten pro Wrap hängt von den zugrunde gelegten Nährwertdaten für Leinsamen ab. Je nach Quelle reicht die Spanne bis etwa 6,5 g, wobei auch dieser Höchstwert eine Schätzung bleibt. Ziehen Sie auf europäischen Etiketten die Ballaststoffe nicht ein zweites Mal von der Zeile „ Kohlenhydrate “ ab, denn sie werden bereits separat ausgewiesen. Wasser verändert das Gewicht des Wraps, nicht seine gesamte Kohlenhydratmenge.
Weitere Gerichte dieser Art finden Sie bei meinen kohlenhydratarmen Rezepten.

Leinsamen-Wraps (Keto)
Zutaten
- 150 g Leinsamen oder gemahlene Leinsamen
- 2 Esslöffel Leinsamen zusätzlich, oder gemahlene Leinsamen
- 250 ml Wasser kochend oder heiß
- 3 großzügige Prisen Salz (keltisches Meersalz)
- 3 kleine Tropfen Avocadoöl, mildes Olivenöl oder High-Oleic-Sonnenblumenöl
Anleitungen
- Die Leinsamen möglichst fein mahlen. Ich verwende dafür eine kleine elektrische Kaffeemühle. Fertig gemahlene Leinsamen eignen sich ebenfalls.150 g Leinsamen
- Das Wasser im Topf erhitzen oder kochendes Wasser aus dem Wasserkocher verwenden.250 ml Wasser
- Mit den gemahlenen Leinsamen und dem Salz vermischen. Eine halbe Stunde ruhen lassen.3 großzügige Prisen Salz (keltisches Meersalz)
- Den Teig kurz durchkneten und 3 gleich große Kugeln formen.
- Ein Stück Backpapier auf die Arbeitsfläche legen (mindestens so groß wie der Durchmesser der Pfanne). Falls der Teig noch stark klebt: etwas gemahlene Leinsamen auf das Backpapier streuen. Den Teig darauf flach drücken und das zweite Stück Backpapier darüberlegen. Mit dem Nudelholz ausrollen. Die Ränder dürfen leicht unregelmäßig sein.2 Esslöffel Leinsamen
- Das obere Stück Backpapier abziehen. Eine umgedrehte Schüssel auf den Teig drücken. Die überstehenden Ränder entfernen. Am Ende kann also etwas Teig übrig bleiben, die Mengen sind entsprechend berechnet.
- Die Pfanne erhitzen. Ein paar kleine Tropfen Öl hineingeben. Den Wrap etwa 2 Minuten pro Seite backen.3 kleine Tropfen Avocadoöl, mildes Olivenöl oder High-Oleic-Sonnenblumenöl
- Für 2 weitere Wraps wiederholen.