Du hast glutenfreies Brot vom Vortag und keine Lust, es einfach trocken werden zu lassen? Dann ist Armer Ritter genau das Richtige: schnell gemacht, mit goldener Kruste, cremigem Kern und genau der richtigen Menge an Gewürzen.
Diese gluten- und laktosefreie Version bleibt bewusst schlicht: wenig Toppings, etwas Sirup, wenn du magst, und ein paar frische Früchte. Serviere ihn warm. Weitere meiner glutenfreien Kekse findest du in derselben Kategorie.

Was ist gluten- und laktosefreier Armer Ritter?
Armer Ritter besteht aus altbackenem oder einfach übrig gebliebenem Brot, das in eine Eimasse getaucht und anschließend in der Pfanne gebraten wird. Der Name trifft die Idee gut: Ein Brot, das sonst vergessen auf der Arbeitsplatte liegen geblieben wäre, bekommt noch einmal seinen Auftritt. So lassen sich Reste ganz praktisch verwerten und Lebensmittelverschwendung vermeiden, ohne viel Aufhebens darum zu machen.
In dieser Version ist weniger das Brot entscheidend als die Eimasse. Das Ergebnis lebt vor allem von dieser cremigen, mit Zimt und Muskat aromatisierten Mischung, die die Krume umhüllt und beim Braten sanft stocken lässt. Alles andere darf schlicht bleiben: Zu viele Extras bringen bei dieser Art von Armen Ritter kaum etwas.
Die wichtigsten Zutaten
Zuerst das Brot: Ein rustikales, selbst gebackenes glutenfreies Brot liefert das beste Ergebnis, aber auch ein gutes gekauftes Brot funktioniert wunderbar, wenn dir die Zeit fehlt. Du brauchst kein ganz bestimmtes Brot; jedes gute glutenfreie Brot kann passen, solange es nicht gummiartig ist. Dieses Rezept gelingt sogar besser mit einem eher festen und wenig feuchten Brot als mit sehr weichem Toastbrot oder Brioche.
Für die Eimasse eignet sich glutenfreier Barista-Haferdrink besonders gut. Falls nötig, kannst du ihn durch Reis-, Soja-, Mandel- oder Cashewdrink ersetzen. Die Eier sollten frisch sein; für eine vegane Version ersetzt du sie durch Just Egg.
Aromatisch bilden Zimt und Muskat das Herzstück des Rezepts. Sie verleihen der Eimasse ihren warmen, klaren Geschmack. Ganz allgemein reichen ein guter Pflanzendrink oder sogar eine dicke Pflanzencreme zusammen mit frischen Eiern und diesen Gewürzen aus, um eine reichhaltige Eimasse zu erhalten, ohne das Rezept unnötig zu verkomplizieren.
Zum Braten verwende milde vegane Butter von Violife. Wenn Nüsse kein Problem sind, gelten auch Naturli im Block und Miyokos als sehr gute Optionen. Beim Servieren kannst du es schlicht halten und zu frischen Beeren, Honig, Agavensirup oder Ahornsirup greifen – oder zu frischem Obst, Puderzucker und etwas Schlagsahne.

Worauf du achten solltest
Das Wichtigste ist das Brot. Nimm ein gutes glutenfreies Brot, ohne dich auf eine bestimmte Sorte festzulegen, aber vermeide Brote mit gummiartiger Krume: Sie nehmen die Eimasse schlecht auf und bräunen in der Pfanne weniger gleichmäßig. Ein festes, rustikales Brot mit wenig Feuchtigkeit hält in der Eimasse besser stand und ergibt in der Pfanne eine formstabilere Scheibe.
Die Eimasse vorbereiten
Verquirle Eier, glutenfreien Haferdrink, Vanille, Zimt und Muskat, bis eine glatte, homogene Mischung entsteht. Die Eimasse muss gut vermischt sein, bevor du das Brot hineintauchst. Sie macht den Großteil des Geschmacks aus – deutlich mehr als die genaue Wahl des Brots.
Einweichen
Lass jede Scheibe etwa 30 Sekunden pro Seite einweichen, je nach Dicke auch 25 bis 30 Sekunden. Wichtig ist: Das Brot soll wirklich ziehen und nicht nur kurz eingetaucht werden. So kann es die Eimasse bis in die Mitte aufnehmen; anschließend lässt du den Überschuss abtropfen, bevor es in die Pfanne geht.
In der Pfanne braten
Verwende eine antihaftbeschichtete Pfanne oder Grillplatte, die du bei mittlerer Hitze vorheizt. Fette die Oberfläche mit einem kleinen Stück veganer Butter ein und warte, bis die Pfanne heiß ist, bevor du die eingeweichten Scheiben hineingibst. Die Butter soll die Oberfläche nur leicht benetzen, nicht das Brot darin tränken.
Rechne mit 2 bis 3 Minuten pro Seite, je nach Dicke auch bis zu 4 Minuten. Richte dich dabei vor allem nach dem Aussehen: Die Scheiben sollen schön goldbraun sein und leicht knusprige Ränder haben. Wenn sie zu schnell bräunen, ist die Hitze zu hoch.
Servieren und warmhalten
Serviere den Armen Ritter direkt nach dem Braten, solange er noch warm ist. Wenn du in mehreren Durchgängen arbeitest, halte die fertigen Scheiben im Ofen bei niedriger Temperatur warm, während du den Rest brätst. Beim Servieren gilt: weniger ist mehr. Ahornsirup, Honig oder Agavendicksaft, ein paar frische Beeren oder anderes Obst, eventuell etwas Puderzucker oder Schlagsahne – mehr braucht es nicht.

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Rezept entwickelt von Chef Rommel Reyes. Entdecke seine Arbeit auf Instagram, in seinem Substack-Newsletter und auf seinem YouTube-Kanal.

Zutaten
- 400 g glutenfreies Brot 4 Scheiben
- 2 große Eier
- 200 g Hafermilch glutenfrei und laktosefrei
- 30 g Zucker
- 2 g gemahlener Zimt
- 1 g gemahlene Muskatnuss
- 20 g vegane Butter am besten von Violife
- Ahornsirup oder Honig, frische Beeren oder frisches Obst
Anleitungen
Zubereitung
- Verquirle in einer Schüssel Eier, Hafermilch, Vanilleextrakt, gemahlene Muskatnuss und Zimt zu einer glatten Mischung.

- Tauche eine Scheibe glutenfreies Brot 25-30 Sekunden pro Seite in die Eiermischung.

- Lass die überschüssige Mischung abtropfen.
- Erhitze eine beschichtete Pfanne oder eine Grillplatte bei mittlerer Hitze.
- Fette die Pfanne oder Platte mit einem kleinen Stück veganer Butter ein.
- Brate die getränkte Brotscheibe in der Pfanne oder auf der vorgeheizten Platte an.

- Brate sie 2-3 Minuten pro Seite, bis sie goldbraun ist.

- Wiederhole den Vorgang mit den restlichen Scheiben glutenfreien Brots.
- Lege alle fertig gebratenen Scheiben auf einen Servierteller.
- Halte die gebratenen Scheiben im Ofen bei niedriger Temperatur warm, während du die restlichen Scheiben zubereitest.
- Serviere die glutenfreien Armen Ritter warm, nach Belieben mit Ahornsirup, frischen Beeren oder frischem Obst, Puderzucker oder Schlagsahne.
