Du suchst ein kaltes Dessert, das sofort nach reifer Mango und der feinen Säure der Passionsfrucht duftet? Dann bist du hier richtig: drei klare Schichten – ein knuspriger Keksboden, eine dichte, seidige Mango-Passionsfrucht-Creme und ein veganes Baiser, das erst kurz vor dem Servieren daraufkommt. Beim ersten Löffel schmeckst du zunächst die fruchtige Süße, dann die frische, lebhafte Note der Passionsfrucht. Alles wird kalt zusammengesetzt, also kannst du das Dessert ganz entspannt in mehreren Etappen vorbereiten. Dieses Rezept findest du auch bei meinen glutenfreien Kuchen und Entremets.

Was ist ein Mango-Passionsfrucht-Kuchen?
Das ist ein glutenfreies, veganes Entremets, aufgebaut wie eine hohe Tarte: ein Boden aus Graham- oder Digestive-Keksen, eine mit Agar-Agar und Stärke gebundene Mango-Passionsfrucht-Creme und darauf ein eifreies Baiser. Die Creme wird nur so lange gekocht, bis sie eindickt, und anschließend mit pflanzlicher Butter und pflanzlichem Frischkäse verfeinert, damit sie die Textur eines Curds bekommt – ganz ohne Milchprodukte. Obenauf sorgt das Baiser für einen luftig-leichten Kontrast, und wenn du ein markanteres Finish möchtest, kannst du es mit dem Küchenbrenner leicht bräunen.
Die wichtigsten Zutaten
Die Mango gibt dem Kuchen seinen Körper: Nimm am besten Fruchtfleisch oder Püree aus 100 % Mango oder sehr reife, fein pürierte frische Mangos. Die Passionsfrucht sorgt für den säuerlichen Gegenpol; verwende dafür einen Nektar oder reinen Saft ohne Zuckerzusatz, sonst gerät die Balance aus dem Gleichgewicht.
Die Basis besteht aus gluten- und laktosefreien Graham- oder Digestive-Keksen, die zu feinen Bröseln verarbeitet und mit geschmolzener pflanzlicher Butter gebunden werden. Für die milchfreie Cremigkeit nimm pflanzlichen Frischkäse und achte darauf, dass sowohl er als auch die pflanzliche Butter glutenfrei sind.
Für das Baiser hast du freie Wahl: Jedes vegane Baiser-Rezept funktioniert, und wenn du die Zutaten nicht findest, kannst du auch zu veganem Baiserpulver greifen. In diesem Fall folgst du einfach den Anweisungen auf der Packung.

Technische Tipps und typische Fehler
Das Rezept basiert auf metrischen Gewichtsangaben, damit es zuverlässig gelingt. Wenn du etwas umrechnen musst, mach das gründlich, bevor du beginnst – denn hier kommt es auf das richtige Verhältnis von Stärke, Agar und Zucker an.
Keksboden: feine Brösel, sauberes Entformen
Für einen Boden, der gut zusammenhält, zerkleinere die Kekse in der Küchenmaschine zu feinen Bröseln. Wenn du keine Küchenmaschine hast, funktionieren ein Gefrierbeutel und ein Nudelholz genauso gut – nimm dir nur die Zeit, alles gleichmäßig zu zerdrücken.
Mische die Brösel anschließend mit der geschmolzenen pflanzlichen Butter, bis eine gleichmäßige Masse ohne trockene Stellen entsteht. Drücke sie mit einem Löffel in eine Springform von 20 cm oder in einen Tortenring, idealerweise mit Rhodoidfolie oder Backpapier ausgekleidet, damit die Ränder sauber werden und sich der Kuchen leicht entformen lässt. Stell den Boden in den Kühlschrank, während du die Creme vorbereitest; er sollte fest werden, bevor die nächste Schicht daraufkommt.
Mango-Passionsfrucht-Creme: kurz kochen, Fett im richtigen Moment zugeben
Bevor du den Herd einschaltest, verrühre in einer Schüssel die Maisstärke, den Zucker, das Agar-Agar, das Passionsfruchtpüree und das Mangopüree. Ziel ist eine vollkommen glatte Mischung ohne Klümpchen, noch bevor sie in den Topf kommt.
Erhitze die Mischung dann bei niedriger bis mittlerer Hitze und rühre dabei ununterbrochen, bis sie eindickt. Sobald die Creme spürbar anzieht, nimm sie vom Herd, damit sie nicht länger als nötig gart, und lass sie etwa 10 Minuten abkühlen.
Arbeite die pflanzliche Butter ein, solange die Creme noch lauwarm ist; so emulgiert sie besser und verbindet sich vollständig. Gib dann den pflanzlichen Frischkäse dazu und rühre, bis die Creme ganz glatt ist. Wenn du eine besonders feine Textur möchtest, kannst du Butter und Frischkäse mit dem Stabmixer kurz einarbeiten.
Fülle die Creme um, decke sie direkt an der Oberfläche mit Folie ab, damit sich im Kühlschrank keine Haut bildet, und stelle sie dann 1 Stunde kalt: Vor dem Zusammensetzen muss die Creme vollständig durchgekühlt sein.
Zusammensetzen: kalt arbeiten, sauber schichten, schön vollenden
Verteile nur die kalte Mango-Passionsfrucht-Creme auf dem Keksboden. Glätte sie mit einem Löffel oder einer Palette zu einer ebenen Oberfläche; das erleichtert später auch das Auftragen des Baisers. Während du das Baiser vorbereitest, stell den Kuchen zurück in den Kühlschrank – er sollte schön fest bleiben.
Denk daran, 50–90 g Mango-Passionsfrucht-Creme für die finale Dekoration beiseitezustellen, sonst fehlt dir am Ende der saubere Abschluss. Du kannst den Kuchen auch in den Gefrierschrank stellen, während du das Baiser zubereitest: Zum Entformen ist das deutlich einfacher, weil sich der Ring im gefrorenen Zustand leichter lösen lässt.
Sobald der Kuchen entformt ist, setze ihn vor dem Aufspritzen auf eine Tortenunterlage oder einen Teller, damit du ihn danach nicht mehr bewegen musst. Spritze das Baiser mit einer Rundtülle auf und gib anschließend die restliche, beiseitegestellte Mango-Passionsfrucht-Creme darüber.
Wenn du eine leicht goldene Oberfläche möchtest, geh mit dem Küchenbrenner kurz darüber – nur zum Färben. So karamellisiert das Baiser leicht und bekommt ein sauberes Finish, ohne dabei zu garen. Stell den Kuchen danach für mindestens 30 Minuten zurück in den Kühlschrank, damit er sich schön schneiden lässt, und vollende ihn erst kurz vor dem Servieren mit Würfeln aus frischer Mango.
Aufbewahrung
Die Mango-Passionsfrucht-Creme kann vor dem Zusammensetzen 1 Stunde im Kühlschrank ruhen; decke sie dabei mit Folie ab, damit sich keine Haut bildet. Sobald der Kuchen zusammengesetzt ist, braucht er mindestens 30 Minuten Kälte, damit er vor dem Servieren fester wird. Während du das Baiser zubereitest, lass ihn im Kühlschrank oder stell ihn kurz in den Gefrierschrank, wenn du das Entformen erleichtern möchtest.

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Rezept entwickelt von Chef Rommel Reyes. Entdecke seine Arbeit auf Instagram, in seinem Newsletter Substack und auf seinem YouTube-Kanal.

Zutaten
- 150 g glutenfreie, laktosefreie Graham-Cracker zu feinen Bröseln zerkleinert
- 50 g glutenfreie, laktosefreie Butter geschmolzen
- 170 g Mangopüree oder Mangofruchtfleisch
- 170 g Passionsfruchtpüree oder -nektar
- 200 g Zucker
- 50 g Maisstärke
- 4 g Agar-Agar-Pulver
- 150 g glutenfreier veganer Frischkäse
- 100 g glutenfreie vegane Butter
- 10 g Kartoffelprotein
- 150 g kaltes Wasser
- 0.3 g Xanthan
- 120 g Zucker
- 1 Prise Xanthan vor dem Aufschlagen zugegeben
Anleitungen
Krümelboden
- Zerkleinere die glutenfreien Graham-Cracker im Mixer zu feinen Bröseln oder gib sie in einen Gefrierbeutel und rolle mit einem Nudelholz darüber.
- Vermische die Brösel in einer Schüssel mit der geschmolzenen laktosefreien Butter, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

- Drücke die Bröselmasse auf den Boden einer runden Springform von 20 cm oder eines Tortenrings, den du mit einem Streifen Acetatfolie oder Backpapier auskleidest. Stelle den Boden in den Kühlschrank, damit er fest wird, während du die Füllung zubereitest.

Mango-Passionsfrucht-Creme
- Verrühre in einer Schüssel Maisstärke, Zucker, Agar-Agar-Pulver, Passionsfruchtpüree und Mangopüree.
- Erhitze alles in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze und rühre dabei ständig, bis die Masse eindickt. Nimm den Topf vom Herd und lasse die Creme etwa 10 Minuten abkühlen.
- Rühre die vegane Butter mit dem Schneebesen in die noch lauwarme Creme ein, bis sie vollständig aufgenommen ist. Gib dann den veganen Frischkäse dazu und verrühre alles zu einer glatten, homogenen Creme. Für eine besonders feine Textur kannst du vegane Butter und Frischkäse auch mit dem Stabmixer einarbeiten.

- Fülle die Creme in eine Schüssel oder einen Behälter um, decke sie mit Frischhaltefolie ab und stelle sie für 1 Std. in den Kühlschrank.

Veganes Baiser
- Bereite das vegane Baiser zu: Verrühre Kartoffelprotein, Xanthan und kaltes Wasser, bis sich die Pulver vollständig gelöst haben (mit einem Stabmixer geht es schneller), und stelle die Mischung dann für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank. Gib die kalte Mischung zusammen mit der Prise Xanthan in die Schüssel der Küchenmaschine und schlage sie auf, bis weiche Spitzen entstehen. Gib anschließend den Zucker löffelweise dazu und schlage alles auf hoher Stufe weiter, bis das Baiser glänzt und feste Spitzen bildet (6 bis 10 Minuten). Verwende es sofort.
Fertigstellung
- Verteile die kalte Mango-Passionsfrucht-Creme auf dem vorbereiteten Boden. Streiche die Oberfläche mit einem Löffel oder einer Palette glatt. Stelle die Torte kalt, während du das vegane Baiser zubereitest. Behalte 50-90 g der Mangocreme für die Dekoration zurück.

- Du kannst die Torte auch einfrieren, während du das Baiser zubereitest. Ist die Torte gefroren, lässt sich der Tortenring besonders leicht entfernen.
- Entferne den Tortenring und setze die Torte auf eine Tortenplatte oder einen Teller. Spritze das Baiser mit einer runden Tülle auf die Oberfläche der Torte. Spritze anschließend die restliche Mango-Passionsfrucht-Creme auf das Baiser.

- Bräune das Baiser mit einem Küchenbrenner leicht, damit es eine appetitlich karamellisierte Oberfläche bekommt.

- Stelle die fertig zusammengesetzte Torte für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sie fest wird. Garniere sie vor dem Servieren mit frischen Mangowürfeln.
