Hanoi belohnt alle, die ihre Hausaufgaben machen, noch bevor sie landen. Das Visumverfahren läuft über eine einzige offizielle Website, verborgen zwischen einem Dutzend kostenpflichtiger Imitate. Die Währung hat so hohe Stückelungen, dass Sie sich kurzzeitig wie ein Millionär fühlen. Der Verkehr folgt Regeln, die erst Sinn ergeben, sobald man gelernt hat, eine Straße zu überqueren. Und das Wetter schwankt zwischen feuchtkalten Wintern bei 10 °C und monsunnassen Sommern bei 35 °C – wer falsch packt, verdirbt sich leicht eine ganze Woche.
Dieser Leitfaden beleuchtet die praktischen Seiten einer Reise nach Hanoi: Visa, Budget, Transport, Geld, Betrügereien, Gesundheit und Timing. Wenn Sie hingegen wissen möchten, was es alles zu sehen und zu erleben gibt, hilft Ihnen unser umfassender Hanoi-Reiseführer weiter. Dieser Artikel ist Ihr logistischer Begleiter.

Visum: das E-Visum für französische Staatsbürger
Seit Ende 2023 können auch französische Reisende das vietnamesische E-Visum nutzen, das mittlerweile allen Nationalitäten offensteht. Antrag online stellen, Genehmigung per E-Mail erhalten und bei der Einreise vorlegen – kein Botschaftsbesuch, kein Einladungsschreiben, kein Reisebüro nötig.
Der meistgehörte Rat in allen Foren: Nutzen Sie ausschließlich die offizielle Regierungsseite. Die URL endet auf .gov.vn – konkret evisa.xuatnhapcanh.gov.vn. Die ersten Google-Treffer zu „Vietnam e-visa“ führen oft zu Drittanbietern mit schickem Webdesign, die 50–80 € für einen Service verlangen, der auf der echten Seite 25 USD kostet. Ein verlässliches Erkennungsmerkmal der Originalseite: Sie wirkt, als stamme sie aus dem Jahr 2003 – und genau das ist gut so.
Kosten und Optionen
Ein E-Visum für einmalige Einreise kostet 25 USD (etwa 23 €) und berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Das Mehrfach-E-Visum schlägt mit 50 USD (rund 46 €) zu Buche und lohnt sich, wenn Sie zwischendurch nach Laos oder Kambodscha reisen und anschließend nach Vietnam zurückkehren möchten. Verlangt eine Seite mehr als 25 USD, befinden Sie sich auf einem Drittanbieter-Portal.
Tipps zur Vermeidung von Ablehnungen
Wichtig ist die korrekte Namensreihenfolge. In Vietnam steht der Familienname zuerst, gefolgt von Vor- und Zweitnamen. Tragen Sie Ihren Namen exakt so ein, wie er im maschinenlesbaren Bereich (MRZ) Ihres französischen Passes erscheint – inklusive aller Zweitnamen.
Fotoanforderungen: keine Brille, Ohren sichtbar, kein Lächeln, direkter Blick in die Kamera. Ein Handy-Selfie vor einer weißen Wand genügt. Beim Passscan nicht zu knapp beschneiden – die Immigration will die komplette Seite mit Rändern sehen.
Die offizielle Bearbeitungszeit beträgt drei Arbeitstage; Wochenenden und vietnamesische Feiertage zählen jedoch nicht. Beantragen Sie Ihr Visum daher mindestens ein bis zwei Wochen vor Abflug. Zwischen „Empfangen“ und „Genehmigt“ erscheinen keine Zwischenmeldungen – der Status springt einfach irgendwann um.
Einreisehafen
Im Antrag müssen Sie einen Einreisehafen angeben. Ein späterer Flughafenwechsel (z. B. Antrag auf Ho-Chi-Minh-Stadt, Ankunft in Hanoi) klappt meist, bleibt aber formal riskant. Vom Flughafen auf einen Landgrenzübergang umzuschwenken ist deutlich heikler und kann zur Zurückweisung führen. Am sichersten ist es, den Hafen einzutragen, den Sie tatsächlich nutzen.
Das Visum on Arrival existiert weiter als teure Notlösung (100 USD +), falls Ihr E-Visum nicht rechtzeitig eintrifft. Da das E-Visum jedoch so unkompliziert ist, gibt es kaum Gründe, darauf zurückzugreifen.

Detailliertes Budget: Was Hanoi wirklich kostet
Hanoi zählt zu den günstigsten Hauptstädten Südostasiens. Ihre Tageskosten hängen fast nur davon ab, wo Sie schlafen und ob Sie Street Food oder klimatisierte Restaurants bevorzugen.
| Budgetstufe | Tageskosten | Unterkunft | Essen | Transport |
|---|---|---|---|---|
| Backpacker | 20–30 € | Schlafsaal im Hostel (3–7 €/Nacht) | Nur Street Food, bia hoi | Zu Fuß, Stadtbus |
| Mittelklasse | 40–60 € | Privates Hotelzimmer (18–37 €/Nacht) | Street Food + Restaurants | Grab, einige Taxis |
| Komfortabel | 70–90 € | Schönes Hotel (37–55 €/Nacht) | Restaurants mit Tischservice, Cafés | Grab überall, geführte Touren |
| Luxus | 100–150+ € | Boutique- oder 5-Sterne-Hotel | Gourmetküche | Privatwagen, Premium-Touren |
Den besten Gegenwert erhalten die meisten Reisenden im Mittelklasse-Segment. Mit 40–60 € pro Tag essen Sie hervorragend, nehmen bei Bedarf ein Grab, besuchen jedes Museum und haben noch Budget für einen Kochkurs oder Tagesausflug. Ein Mittagessen, das in einer Pariser Brasserie 15 € kostet, bekommen Sie an einem Straßenstand im Old Quarter für 1,50–2,50 €.
Was Dinge kosten: Schnellreferenz
Schüssel Pho: 40 000–60 000 VND (1,50–2,30 €). Bun Cha: 40 000–60 000 VND. Ca Phe (vietnamesischer Kaffee): 25 000–60 000 VND (0,90–2,30 €). Bia Hoi: 5 000–10 000 VND (0,20–0,40 €). Flaschenbier: 30 000–50 000 VND (1–1,85 €). Cocktails in westlichen Bars: 150 000–200 000 VND (5,50–7,40 €).
Restaurant für zwei: 150 000–300 000 VND (5,50–11 €). Museumseintritt: ca. 50 000 VND (1,85 €). Siehe unseren Kulturerbe-Guide für Öffnungszeiten und Preise. Fußmassage (1 h): 150 000–300 000 VND (5,50–11 €).
Größte Budgetfalle: westliche Cocktails. Ein Bia Hoi kostet 0,20 €, ein Rooftop-Cocktail 6–8 €. Auf zwei Wochen summiert sich das schnell.
Spartipp: Buchen Sie Ausflüge nicht schon in Frankreich über Viator oder TripAdvisor. Vor Ort im Old Quarter kostet derselbe Tagesausflug zur Halong-Bucht nur 30–50 € statt 80–100 € online.
Unser Street-Food- und Restaurantführer für Hanoi zeigt die besten Adressen für jedes Budget – vom 0,20-€-Bia-Hoi-Stand bis zum Restaurant mit Tischservice.
Anreise: Flüge und Flughafen
Stand Anfang 2026 gibt es keine Direktflüge zwischen Frankreich und Hanoi. Ab Paris-CDG führen die gängigsten Routen mit einem Zwischenstopp über einen Golf-Hub: Qatar Airways via Doha, Emirates via Dubai oder Vietnam Airlines mit Umstieg in Bangkok oder Singapur. Von Lyon-Saint-Exupéry oder Marseille-Provence geht es meist über Istanbul (Turkish Airlines) oder Doha. Die Gesamtreisezeit mit einem Stopp liegt zwischen 13 und 17 Stunden.
Retour-Tickets ab Paris kosten in der Regel 450–850 € – abhängig von Saison und Buchungsfrist. November bis Januar sowie Tet (vietnamesisches Neujahr) sind am teuersten, Mai und Juni meist am günstigsten. Vergleichen Sie auf Google Flights, Liligo oder Kayak und aktivieren Sie Preisalarme.
Vom Flughafen Noi Bai ins Stadtzentrum
Noi Bai liegt rund 25 km nördlich des Zentrums. Drei Wege in die Stadt:
Bus 86 ist die günstigste Wahl. Klimatisiert, orange lackiert, mit Gepäckablage und WLAN. Preis: 45 000 VND (ca. 1,65 €). Er fährt direkt ins Old Quarter und braucht 45–60 Minuten. Verlassen Sie die internationale Ankunftshalle, biegen Sie links ab – dort hält der Bus. Betrieb von frühmorgens bis spätabends.
Grab Car kostet 250 000–350 000 VND (9–13 €). Buchen Sie ausschließlich über die App. Grab-Fahrer dürfen nicht in die Abholspur fahren; gehen Sie zur VTC-Zone und prüfen Sie das Kennzeichen. Ignorieren Sie jeden, der Sie in der Ankunftshalle anspricht.
Hoteltransfer oder Klook-Buchung kosten ähnlich viel wie Grab, doch Ihr Fahrer wartet mit Namensschild – angenehm nach einem langen Flug.
Meiden Sie inoffizielle Taxianwerber: Sie verlangen 500 000–800 000 VND für eine Fahrt, die halb so viel kosten sollte.

Fortbewegung in Hanoi
Zu Fuß
Old Quarter, Hoan-Kiem-See und Französisches Viertel lassen sich bequem erlaufen. Gehwege sind jedoch oft mit Motorrädern, Essensständen und Plastikhockern verstellt – man läuft häufiger als gedacht auf der Straße. Bequeme Schuhe mit gutem Grip sind Pflicht.
Grab: die unverzichtbare App
Laden Sie Grab vorab herunter. Festpreis, kein Feilschen, kein manipuliertes Taxameter. GrabBike (Motorrad) ist die schnellste Option für Alleinreisende, GrabCar ideal für Gruppen oder Gepäck.
Hinterlegen Sie Ihre Bankkarte vor Abreise. Barzahlung endet oft mit „kein Wechselgeld“. Die Chat-Übersetzung hilft, wenn Fahrer Ihren Standort suchen.
Stadtbusse
Das Busnetz kostet 7 000–9 000 VND (0,30 €) pro Fahrt. Bus 86 (Flughafen) und Bus 14 (Literaturtempel – Mausoleums-Bereich) sind besonders hilfreich. Beschilderung ist meist vietnamesisch, doch Google Maps kennt die Routen.
Motorradvermietung: die rechtliche Realität
Ein Motorroller kostet 150 000–200 000 VND pro Tag (5,50–7,40 €). Legal fahren dürfen Sie nur mit Internationalem Führerschein samt Motorradeintrag (Klasse A). Haben Sie nur Klasse B, lehnt Ihre Versicherung im Unfallfall jede Zahlung ab.
Der Verkehr ist dicht. Wenn Sie noch nie in asiatischem Stadtverkehr gefahren sind, ist Hanoi kein guter Ort zum Üben. Heben Sie sich den Roller für die Ha-Giang-Schleife oder das ländliche Ninh Binh auf – vorausgesetzt, Sie besitzen den passenden Führerschein.
Cyclos
Die dreirädrigen Rikschas sind ein Hanoi-Klassiker, aber auch eine bekannte Abzocke: 50 000 VND vereinbart, am Ende 50 000 pro Person oder Kilometer. Buchen Sie über Ihr Hotel oder einen seriösen Anbieter.
Straßenüberquerung: die erste Lektion
Der Verkehr hält nicht für Fußgänger. Es gibt wenige Ampeln, Motorräder ignorieren sie oft. So geht’s:
Gehen Sie langsam und gleichmäßig. Nicht anhalten, nicht zurückweichen. Fahrer kalkulieren Ihre Spur und weichen aus. Stoppen Sie plötzlich, kollidiert die Rechnung.
Hand leicht heben, Blickkontakt suchen. Autos und Busse weichen nicht – lassen Sie sie passieren, Motorräder schon.
Tipp: Überqueren Sie anfangs neben Einheimischen. Ab Tag 3 klappt es automatisch.
Geld: Geldautomaten, Bargeld, versteckte Gebühren

Bargeld ist König
Vietnamesischer Dong (VND) ist die einzige gängige Währung. Straßenstände, Märkte und viele Restaurants akzeptieren ausschließlich Bargeld.
Große Hotels, gehobene Restaurants und Grab akzeptieren Karten, kleinere Betriebe verlangen oft 3 % Aufschlag.
Welche Geldautomaten nutzen
VPBank und ACB sind für ausländische Karten am günstigsten. VPBank erhebt häufig gar keine Gebühr, ACB erlaubt höhere Limits (bis 5 Mio. VND ≈ 185 €). TPBank war lange gebührenfrei; neuere Berichte nennen bei einzelnen Karten nun Gebühren.
Meiden Sie Agribank, Vietinbank und Euronet – geringe Limits, hohe Gebühren.
Wichtigste Regel: Bietet der Automat eine Umrechnung in Euro an, immer „Nein“ wählen. Das sogenannte Dynamic Currency Conversion kostet sonst 3–5 %. Lassen Sie Ihre französische Bank den Wechselkurs bestimmen.
Bargeldtausch
Beste Kurse gibt’s in Gold- und Schmuckläden, vor allem in der Ha-Trung-Straße. Quoc Trinh Gold Shop ist besonders beliebt. Bringen Sie neue 50- oder 100-€-Scheine mit; kleine oder beschädigte Scheine bringen schlechtere Kurse.
Bankwechselstuben nutzen den offiziellen Kurs, verlangen aber Pass und makellose Scheine. Wechselstuben am Flughafen haben die schlechtesten Kurse – tauschen Sie dort höchstens 20–30 € für Bus oder Grab.
Trinkgeld
Trinkgeld ist nicht üblich. Aufrunden wird geschätzt, ist aber freiwillig. Erwartet wird es nur bei Guides (50 000–100 000 VND) und Pagen (20 000–50 000 VND).
Praktische Tipps für Bargeld
Nutzen Sie eine Karte ohne Auslandsgebühren (z. B. Boursorama Ultim, Fortuneo Fosfo, Revolut).
Besitzen Sie eine Visa Premier oder Mastercard Gold, prüfen Sie die enthaltene Reiseversicherung – oft gültig für Aufenthalte unter 90 Tagen, sofern der Flug mit der Karte bezahlt wurde.
Tragen Sie kein großes Bargeld mit sich herum. Automaten sind im gesamten Zentrum verfügbar. Bewahren Sie eine Notreserve getrennt auf.
Gesundheit und Sicherheit
Reiseversicherung
Die EHIC gilt nur innerhalb der EU/EWR – in Vietnam nutzlos. Schließen Sie vor Abreise eine Reiseversicherung inklusive medizinischer Rückführung ab; ein Rücktransport kann über 50 000 € kosten.
Chapka Cap Aventure, ACS Globe Traveller und AXA Assistance decken ganz Südostasien ab und sind bei französischen Reisenden beliebt.
Wenn Sie Motorrad fahren wollen, achten Sie darauf, dass Ihr Vertrag Zweiraddeckung einschließt. Prüfen Sie zusätzlich die Leistungen Ihrer Premium-Kreditkarte – oft eine sinnvolle Ergänzung, aber selten allein ausreichend.
Impfungen
Keine Pflichtimpfungen, aber das Institut Pasteur empfiehlt Auffrischungen gegen Hepatitis A/B, Typhus und Tetanus. Für ländliche Regionen können Japanische Enzephalitis und Tollwut sinnvoll sein. Mindestens sechs Wochen vor Abreise ärztlich beraten lassen.
Wasser und Lebensmittelsicherheit
Leitungswasser in Hanoi nicht trinken. Flaschenwasser kostet 5 000–10 000 VND. Eiswürfel sind meist sicher, da industriell gefiltert. Street Food ist unproblematisch, wenn viele Einheimische dort essen und das Essen frisch zubereitet wird.
Luftverschmutzung
Von November bis März ist die Luftqualität oft schlecht. Bringen Sie N95/KN95-Masken mit, prüfen Sie den AQI (z. B. mit IQAir) und bleiben Sie an Tagen über 150 möglichst drinnen.
Apotheken
Apotheken verkaufen fast alles ohne Rezept. Bringen Sie verschriebene Medikamente samt Kopie des Rezepts mit.
Allgemeine Sicherheit
Hanoi gilt als sehr sicher. Größte Gefahr: Verkehr, nicht Kriminalität.
Gelegenheitsdiebstahl kommt vor. Telefon in der Vordertasche tragen, in engen Gassen lieber Umhänge- statt Rucksack.
Notruf: Polizei 113, Rettungswagen 115, Feuerwehr 114. Französische Botschaft: +84 24 3944 5700.

Betrügereien, die man meiden sollte
Hanois Betrugsmaschen sind eher lästig als gefährlich. Wer die Muster kennt, bleibt verschont.
Schuhputzer-Masche: Ungefragt Schuhe putzen, dann 200 000–500 000 VND verlangen. Lösung: Bestimmt ablehnen oder Sandalen tragen.
Obstkorb-Masche: Für ein „Foto“ Körbe auf die Schulter legen, danach 200 000–500 000 VND fordern. Nie Gegenstände von Fremden annehmen.
Cyclo-Abzocke: Preis scheinbar klar, am Ende pro Person/Kilometer. Immer über Hotel buchen.
Dating-App-Bar-Masche: Match führt in eine bestimmte Bar, überteuerte Rechnung folgt. Treffpunkt selbst wählen.
Train-Street-Anwerber: Lassen Sie sich nicht in ein Café zerren, wählen Sie Ihr Lokal selbst.
Menüs ohne Preise: Rechnung stark überhöht. Achten Sie vor der Bestellung auf ausgepreiste Karten.
Grundregel: Wird Ihnen etwas Ungefragtes angeboten, lehnen Sie höflich, aber bestimmt mit „không“ ab und gehen Sie weiter.
SIM-Karte und Konnektivität
Free-Mobile-Kunden (19,99-€-Tarif) haben Glück: Vietnam ist im Roaming-Paket enthalten (25 GB/Monat). Bei anderen Anbietern ist eine lokale (e)SIM günstiger.
Viettel bietet die beste Netzabdeckung, Vinaphone funktioniert in Städten gut.
SIM am Flughafen: 200 000–300 000 VND (7–11 €, 30 Tage Daten) – etwas teurer, aber sofort online. In der Stadt günstiger, Pass erforderlich.
Straßen-SIMs meiden: Nicht registriert, können plötzlich deaktiviert werden.
Achten Sie bei „unbegrenzten“ Paketen auf Tageslimits (z. B. 4 GB Highspeed). Eine eSIM von Airalo/MobiMatter spart Wartezeit am Schalter.
WLAN gibt es fast überall. Laden Sie offline Karten von Hanoi in Google Maps für den Notfall.
Packliste: Hanoi ist nicht immer warm
Viele glauben, Vietnam sei ganzjährig heiß. Falsch: Hanoi hat vier ausgeprägte Jahreszeiten.
November bis Februar: Schichten einpacken
Temperaturen fallen auf 10–15 °C, feuchte Luft verstärkt das Kältegefühl. Zentralheizung fehlt oft.
Leichte Daunen- oder Fleecejacke, langärmlige Schichten, lange Hose. Denken Sie eher an einen milden Pariser Winter als an Tropen.
Ganzjährig einpacken
Bequeme Schuhe mit gutem Grip, kompakter Regenschirm oder leichte Regenjacke.
Sandalen/Flip-Flops für Hitze und Tempel (Schuhe werden oft ausgezogen).
Bedeckte Schultern/Knie für Tempel, Sonnencreme (in Vietnam teurer), Mückenspray, Passkopie getrennt vom Original.
Stromstecker
Vietnam nutzt Typ A, C und G. Europäische Zweipol-Stecker (Typ C) passen meist. Ein Universaladapter schadet nie, ältere Hotels haben teils nur US-Steckdosen.
Beste Reisezeit für Hanoi

Herbst (Oktober–November): bestes Zeitfenster
20–28 °C, geringe Luftfeuchtigkeit, klarer Himmel. Seen und Parks laden zum Spazieren ein. Früh buchen – hohe Nachfrage.
Frühling (März–April): zweite Wahl
18–25 °C, leichter Nieselregen, blühende Blumen. Angenehm und weniger überlaufen.
Sommer (Mai–September): heiß & feucht
30–35 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, heftige Nachmittagsschauer. Morgens meist trocken. Hotelpreise fallen, Regen verdirbt selten den ganzen Tag.
Winter (Dezember–Februar): kalt & grau
Konstante 10–15 °C, oft Nieselregen. Ohne Heizung fühlt es sich kälter an als gedacht.
Packen Sie wie für einen kühlen Pariser Herbst, nicht für die Tropen.
Tet (Ende Januar/Februar) bringt Feste, aber viele Geschäfte schließen für Tage.
Nützliche vietnamesische Ausdrücke
Außerhalb von Hotels verschwindet Englisch schnell. Ein paar Wörter öffnen Türen – Aussprache ist tonal, jeder Versuch wird geschätzt.
Xin chào (sin tschao): Guten Tag. Cảm ơn (kahm euhn): Danke. Không (kohm): Nein. Bao nhiêu? (bau njo): Wie viel? Một, hai, ba: Eins, zwei, drei.
Ngon quá (ngon kua): Lecker. Xin lỗi (sin loi): Entschuldigung. Tính tiền (ting tjen): Die Rechnung, bitte.
Zahlen erkennen Sie meist auf einem Taschenrechner. Viele Nullen: „50“ bedeutet 50 000 VND (≈ 1,85 €).
Kulturelle Etikette
Tempel und Pagoden
Schuhe ausziehen, Schultern/Knie bedecken. Unser Kulturerbe-Guide Hanoi listet die Kleiderregeln. Leise sprechen.
Füße nicht auf Altäre/Buddhas richten. Vor Fotos von Betenden fragen.
Fotografie
Meist kein Problem, aber immer mit Geste/Lächeln fragen. Keine Militäranlagen fotografieren. Im Ho-Chi-Minh-Mausoleum herrscht Foto-Verbot.
Hupen & Verkehrslärm
Ein kurzer Hupton heißt „Ich bin da“. Kein Ärger, eher Orientierung – so wird der Lärm leichter erträglich.
Tischsitten
Winzige Plastikhocker sind normal. Servietten fehlen oft – Taschentücher mitnehmen. Schlürfen ist ok. Ein Rest auf dem Teller signalisiert Sättigung. Nach einer Gabel zu fragen ist völlig in Ordnung.
Wahl Ihres Basisviertels
Old Quarter = fußläufig zu allem, aber laut. Französisches Viertel = breitere Straßen, ruhiger. Tay Ho = Expat-Viertel, ruhige Nächte, aber Grab-Fahrt nötig. Mehr Details in unserem Guide „Wo in Hanoi übernachten“.
Apps für die Reise
Grab (Transport), Google Maps (offline Karte), Ausflüge und Aktivitäten buchen.
XE Currency (Wechselkurse), Airalo/MobiMatter (eSIM).
IQAir (Luftqualität), Google Translate (Kameraübersetzung).
Wenn Sie weiter durch Südostasien reisen
Bangkok, Phuket oder Bali geplant? Unser Guide für Bangkok sowie die Guides zu Phuket und Bali erklären die Unterschiede bei Visum, Budget und Logistik.
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