Lechon Kawali, oft einfach als in der Pfanne gebratener Schweinebauch beschrieben, unterscheidet sich deutlich vom Lechon, dem berühmten Nationalgericht der Philippinen.
Beim klassischen Lechon gart das Schwein in einer Grube über glühender Holzkohle. Für Lechon Kawali hingegen wird ein Stück Schweinebauch (Liempo) erst gekocht und anschließend knusprig frittiert.

Was ist Lechon Kawali?
Am einfachsten lässt sich Lechon Kawali als knuspriger Schweinebauch beschreiben. In der Regel verwendet man dafür Schweinebauch oder Liempo.
Am besten genießt man Lechon Kawali zum Mittag- oder Abendessen zusammen mit weißem Reis. Dazu passt eine würzige Dip-Sauce besonders gut.
Verwechseln Sie Lechon Kawali nicht mit dem als Nationalgericht geltenden Lechon – Zubereitung und Optik unterscheiden sich grundlegend.

Seinen Namen verdankt Lechon Kawali dem Gefäß, in dem er gebraten wird: dem Kawali. Diese Pfanne steht in fast jedem philippinischen Haushalt und ist aus der täglichen Küche nicht wegzudenken – im Grunde handelt es sich um einen Wok, wie auf dem Bild oben zu sehen.
Die Hauptzutaten für Lechon Kawali
Speck oder Schweinebauch: Verwenden Sie unbedingt frischen Bauchspeck, weder geräuchert noch gepökelt, und das möglichst als großes, zusammenhängendes Stück.
Reisessig: Er liefert die nötige Säure für die Dip-Sauce (Sawsawan). Alternativ können Sie Zuckerrohressig verwenden, wie beim Huhn Adobo.
Helle Sojasauce: Wenn Sie philippinische Sojasauce bekommen, greifen Sie zu; sie ist allerdings selbst in asiatischen Geschäften schwer zu finden.

Authentisches philippinisches Lechon Kawali
Kochutensilien
- 1 Wok
Zutaten
- 1 kg Schweinebauch, ungesalzen
- 2 Esslöffel Salz
- 2 Esslöffel Pfefferkörner, ganz
- 5 Blätter Lorbeerblätter, getrocknet
- 1 L Öl zum Frittieren
- 1 L Wasser ausreichend, um das Fleisch zu bedecken
- 1 Esslöffel dunkle Sojasauce
- Rote Chili optional
Für den Sawsawan-Dip
- 120 ml Reisessig
- 3 Teelöffel helle Sojasauce
- 45 g Brauner Zucker
- 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
- 1 Zehe Knoblauchzehe, gehackt
- 1 rote Chili, gehackt optional
- 0.5 Esslöffel Wasser
Anleitungen
Für den Dip
- Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Mindestens 30 Minuten, besser über Nacht, ziehen lassen. Abschmecken und bei Bedarf mit jeweils 1 TL Zucker oder Wasser nachjustieren – Wasser mildert die Säure, weniger davon ergibt mehr Biss.
- Den Dip in ein luftdicht schließendes Glas füllen und bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.
Für das Schweinefleisch
- Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
- Schweinebauch und 1 EL Salz hineingeben. Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Sojasauce und Chili zufügen. Etwa 30 Minuten köcheln, bis das Fleisch zart ist.
- Fleisch herausnehmen und kurz abkühlen lassen.
- 1 EL Salz gleichmäßig auf dem Schweinebauch – auch auf der Schwarte – verteilen.
- Für das Frittieren das Öl in einem Wok oder hohen Topf aufheizen.
- Die Schweinebauchstücke vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen und frittieren, bis sie rundum goldbraun und knusprig sind. Zwischendurch wenden.
- Fleisch herausnehmen, zum Abtropfen auf ein Gitter (oder Küchenpapier) legen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Habe das Lechon Kawali letzte Woche beim Abendessen mit Freunden serviert und alle waren begeistert von der knusprigen Schwarte und dem Sawsawan-Dip. Zwei Gäste haben sofort nach dem Rezept gefragt und meinten, das schmecke wie im Restaurant 😊
Super Rezept, die Schwarte wurde richtig knusprig und der Sawsawan-Dip ist genial; habe absichtlich gleich mehr gemacht, weil die Reste am nächsten Tag genauso lecker waren 😋
Super knusprig und die Dip-Sauce war genau nach meinem Geschmack; habe absichtlich mehr gemacht, weil die Reste am nächsten Tag genauso lecker waren.
Seit wir das letztes Jahr an Silvester gemacht haben, ist Lechon Kawali bei uns der feste Klassiker für Winterabende und Feiern, außen unfassbar knusprig und mit dem Sawsawan-Dip einfach perfekt 😋