Du möchtest eine cremige Praline mit klarem Geschmack, bei der die sanfte Bitterkeit des Matcha direkt nach der weißen Schokolade einsetzt? Diese Trüffel bestehen aus nur vier Zutaten, sind glutenfrei, vegan und kommen ohne Zuckerzusatz aus.
Sie sind einfach zuzubereiten, solange du Temperatur und Konsistenz im Blick behältst. Wenn sie nicht perfekt rund sind, umso besser: Selbst gemachte Trüffel dürfen kleine Unregelmäßigkeiten haben. Dieses Rezept passt perfekt zu meinen anderen glutenfreien Keksen und süßen Kleinigkeiten.

Was sind Matcha-Trüffel?
Das sind Trüffel auf Basis einer veganen Ganache aus weißer Schokolade, verfeinert mit Kakaobutter, pflanzlicher Sahne und Matcha. Die Textur ist kompakt und zart schmelzend, mit einem deutlichen Grünteearoma, leicht erdig und fein bitter, abgerundet von der Cremigkeit der weißen Schokolade.
Diese Variante zeichnet sich durch eine kurze Zutatenliste mit nur vier Zutaten aus und ist glutenfrei, vegan und ohne Zuckerzusatz. Matcha sorgt außerdem für weit mehr als nur die Farbe: Er wird aus ganzen Teeblättern hergestellt und enthält mehr Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe als klassischer Grüntee.
Die wichtigsten Zutaten
Vegane weiße Schokolade bildet die Basis der Ganache. Wähle möglichst eine Tafel mit Kakaobutter statt Palmöl.
Achte auch auf das verwendete Süßungsmittel; manche Marken setzen auf Zuckeralternativen. Welche Schokolade die richtige ist, hängt vor allem von deinem Geschmack und deinen Vorlieben ab. Probiere im Zweifel mehrere Marken aus, bis du deine findest.
Mehrere Marken funktionieren gut. Felchlin hat dank Reismilchpulver und Kakaobutter eine reichhaltige, cremige Textur. Pascha liefert mit Kakaobutter und Reismilch ein ähnliches Ergebnis.
Enjoy Life ist aus denselben Gründen besonders glatt und cremig. No Whey bringt mit Kakaobutter und Reissiruppulver einen milden Geschmack mit.
Der Matcha liefert Farbe, feine Bitterkeit und den typischen Charakter dieser Trüffel. Nicht jeder Matcha eignet sich gleich gut zum Backen.
Suche nach einem Matcha mit klar angegebener Herkunft, zum Beispiel Uji oder Nishio, und achte auf ein leuchtend grünes Pulver. Wenn die Farbe ins Gelbliche geht oder stumpf wirkt, fällt das Ergebnis meist weniger überzeugend aus.
Auch die Qualitätsstufen spielen eine Rolle. Zeremonieller Matcha stammt aus jungen Teeblättern, die auf Stein zu sehr feinem Pulver gemahlen werden, ist aber eher zum puren Trinken oder für Latte gedacht. Für dieses Rezept greifst du am besten zu einem hochwertigen Koch- oder Café-Matcha, dessen Aroma kräftig genug ist, um sich gegen die anderen Zutaten zu behaupten und dabei seine schöne Farbe zu behalten.
Die Kakaobutter macht die Ganache fester und hilft den Trüffeln, im Kühlschrank besser die Form zu halten. Die pflanzliche Sahne verbindet alles, sollte aber nur kurz erhitzt und nie aufgekocht werden, damit die Textur schön gleichmäßig bleibt.

Technische Tipps und typische Fehler
Hier kommt es auf drei Dinge an: schonendes Schmelzen, klümpchenfreier Matcha und genügend Ruhezeit. Die Zutatenliste ist kurz, aber das Rezept verzeiht wenig, wenn die Ganache zu warm bleibt oder du dir beim Formen zu viel Zeit lässt.
So gelingt eine glatte Ganache
Schmelze die vegane weiße Schokolade und die Kakaobutter im Wasserbad oder in einer Schüssel über einem Topf mit leicht köchelndem Wasser. Rühre dabei behutsam mit dem Teigschaber, bis die Masse vollständig geschmolzen und glatt ist. Erwärme die pflanzliche Sahne nur kurz und nimm sie vom Herd, bevor sie kocht.
Siebe den Matcha direkt in die heiße Sahne und rühre ohne Pause, bis sich alle Klümpchen gelöst haben. Ist die Matcha-Sahne glatt, rühre sie unter die geschmolzene Schokolade. Die Ganache kannst du entweder mit dem Teigschaber oder mit dem Handrührgerät glattarbeiten.
Kühlen und Konsistenz
Gieße die noch warme Ganache in eine Schüssel und lass sie erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor du sie kaltstellst. Decke die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie ab und stelle sie dann mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank, oder bis sie fest genug ist, um sie mit dem Löffel abzustechen. Noch besser wird das Ergebnis, wenn du sie über Nacht ruhen lässt.
Verwende zum Portionieren einen kleinen Löffel. Forme die Trüffel anschließend zügig zwischen den Händen, denn die Masse wird schnell weich. Falls sie zu weich zum Rollen wird, stelle sie einfach für ein paar Minuten zurück in den Kühlschrank, damit sie wieder fester wird.
Überzug und Finish
Wälze die Ganachekugeln in einer Schüssel mit Matcha, bis sie rundum gut bedeckt sind. Diese vollständige Matcha-Hülle verhindert, dass sie kleben. Stelle die Trüffel nach dem Formen für 1 Stunde zurück in den Kühlschrank; das hilft ihnen, ihre Form zu behalten, und macht sie leichter zu handhaben.
Sobald sie gut durchgekühlt sind, kannst du sie für einen intensiveren Geschmack und ein saubereres Finish noch einmal in etwas Matcha wälzen. Perfekt gleichmäßige Kugeln musst du nicht erwarten; die leicht unregelmäßige Optik gehört einfach dazu.
Aufbewahrung
Bewahre die Trüffel in einer luftdichten Dose oder einer Pralinenschachtel im Kühlschrank bis zu 1 Woche auf. Serviere sie direkt aus dem Kühlschrank, denn bei Zimmertemperatur werden sie schnell weich.

Meine übrigen veganen Desserts findest du gesammelt hier.
Rezept entwickelt von Chefkoch Rommel Reyes. Entdecke seine Arbeit auf Instagram, seinen Substack-Newsletter und seinen YouTube-Kanal.

Matcha-Trüffel ohne Zuckerzusatz (glutenfrei)
Rezept drucken Rezept pinnen Zu meiner Liste hinzufügenZutaten
- 200 g vegane weiße Schokolade
- 20 g Kakaobutter
- 110 g pflanzliche Sahne
- 8 g Bio-Matcha-Pulver, plus etwas mehr zum Wälzen
Anleitungen
Matcha-Ganache
- Schmelze die vegane weiße Schokolade und die Kakaobutter zusammen im Wasserbad oder in einer Schüssel über einem Topf mit sanft köchelndem Wasser.
- Rühre vorsichtig mit einem Teigschaber, bis die Masse glatt und vollständig geschmolzen ist.

- Erhitze die Sahne kurz, ohne sie aufzukochen.
- Nimm sie vom Herd.
- Siebe das Matcha-Pulver in die heiße Sahne.

- Rühre dabei kontinuierlich, damit keine Klümpchen entstehen.

- Verrühre die geschmolzene weiße Schokolade mit der Matcha-Sahne.

- Rühre die Masse sorgfältig mit einem Teigschaber oder einem Handmixer glatt.

- Gib die lauwarme Matcha-Ganache in eine Schüssel.
- Lass sie auf Raumtemperatur abkühlen.
- Decke die Oberfläche der Ganache mit Frischhaltefolie ab.

- Stelle sie für mindestens 3 Stunden kalt oder bis sie fest genug ist, um sie mit einem Löffel zu portionieren.
- Für ein optimales Ergebnis lässt du sie am besten über Nacht ruhen.
Formen und Servieren
- Portioniere die kalte Masse mit einem kleinen Löffel.
- Rolle sie mit den Händen zu Kugeln.

- Wälze die Ganachekugeln in einer Schüssel mit Matcha-Pulver.

- Achte darauf, dass sie rundum gut überzogen sind, damit sie nicht kleben.
- Arbeite zügig, damit die Masse nicht schmilzt.
- Stelle die Masse für ein paar Minuten zurück in den Kühlschrank, wenn sie zum Formen zu weich wird.
- Stelle die Trüffel anschließend noch 1 Stunde kalt, damit sie fest werden.
- So behalten sie ihre Form und lassen sich leichter handhaben.
- Wälze sie nach dem Festwerden noch einmal in etwas Matcha-Pulver, damit das Aroma intensiver wird und sie ein schönes Finish bekommen.
- Bewahre die Trüffel in einem luftdichten Behälter oder einer Gebäckdose bis zu 1 Woche im Kühlschrank auf.

- Serviere sie gut gekühlt, da sie bei Raumtemperatur weich werden können.