Du hast eine überreife Banane, die seit Tagen im Obstkorb liegt? Genau die ist perfekt für ein dunkles, aromatisches Schoko-Bananenbrot mit weicher, saftiger Krume. Beim Backen erfüllt der Duft von Banane und Zartbitterschokolade die ganze Küche. Diese Version kommt ohne Gluten, Laktose und Eier aus. Das Rezept ergänzt die Reihe der glutenfreien Brote.

Was ist veganes Schoko-Bananenbrot ohne Gluten und Laktose?
Es ist ein Bananenkuchen, bei dem Zartbitterschokolade mehr ist als bloße Süße, auf einer Basis, die ohne Weizen, Milchprodukte und Eier auskommt. Die Version von Chef Rommel Reyes zielt auf dieselbe Textur wie ein klassisches Bananenbrot ab, setzt aber auf eine sorgfältig ausgewählte glutenfreie Mehlmischung und ein pflanzliches Bindemittel.
Die Mischung aus Pflanzenmilch und Psyllium übernimmt einen Teil der Funktion der Eier: Sie gibt Halt, hält die Krume saftig und verhindert, dass das Brot zerfällt. Und weil alles exakt abgewogen ist, kannst du es immer wieder genauso nachbacken.
Die wichtigsten Zutaten
Sehr reife Bananen übernehmen den Großteil der Arbeit: Sie lassen sich leicht zerdrücken und bringen eine rundere Süße mit. Beim Reifen wandelt sich ihre Stärke in Zucker um, was für mehr Geschmack und einen von Natur aus süßeren Teig sorgt.
Bei der Pflanzenmilch hast du freie Wahl: Das Rezept arbeitet mit glutenfreiem Haferdrink in der Barista-Version, aber du kannst auch die Sorte nehmen, die du am liebsten magst. Geschmack und Ergebnis bleiben im Großen und Ganzen gleich. Wenn du Soja meidest, greif lieber zu Hafer- oder Reisdrink als zu Sojamilch.
Psyllium nimmt Flüssigkeit auf, hält die Feuchtigkeit im Teig und dient als Bindemittel, damit das glutenfreie Mehl zusammenhält. Vegane Butter sorgt für Fett und die typische Kuchenstruktur, vorausgesetzt, du wählst eine gluten- und laktosefreie Variante – und, falls nötig, auch eine ohne Soja und Nüsse.
Bei der Schokolade greifst du am besten zu Zartbitterschokolade mit etwa 70 % Kakaoanteil und prüfst die Etiketten genau, um Spuren von Milch, Gluten oder Nüssen zu vermeiden. Beim Mehl nimm eine gute glutenfreie Allzweckmischung oder eine glutenfreie Kuchenmischung, solange die Basis verlässlich ist.
Du kannst das Rezept auch variieren: mit ein paar Nüssen oder einer Prise Gewürze. Kein Muss, aber ideal, wenn du das Aroma noch weiter abrunden willst.

Technische Hinweise und typische Fehlerquellen
Hier wird alles der Genauigkeit halber nach Gewicht und im metrischen System gemessen. Wenn du etwas umrechnen musst, nutze lieber einen Einheitenrechner, statt mit Löffelmaßen zu improvisieren: Bei dieser Art Teig merkt man Unterschiede schnell.
Psyllium: der richtige Schritt zur richtigen Zeit
Rühre zuerst das Psyllium mit der Pflanzenmilch an, sodass eine Milch-Psyllium-Mischung entsteht. Lass sie dann 5 bis 10 Minuten quellen, bis sie leicht andickt: Das sorgt für Struktur und hält die Feuchtigkeit im glutenfreien Teig.
Gib es nicht „trocken“ ins Mehl in der Hoffnung, dass es von selbst funktioniert. Das Vorquellen ist ein fester Bestandteil der Methode.
Mehl und Mischen: Klümpchen vermeiden
Siebe das glutenfreie Mehl, und am besten auch alle übrigen trockenen Zutaten, bevor du den Rest hinzugibst. Dieser Teig verzeiht Mehlnester nur selten, besonders bei Backpulver und Natron: Die Basis sollte gleichmäßig sein, bevor Flüssigkeit dazukommt.
Bananen: Konsistenz und Einarbeiten
Zerdrücke die Bananen einfach mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer. Je reifer sie sind, desto schneller geht es und desto intensiver wird der Geschmack.
Vermische zuerst die Milch-Psyllium-Mischung mit der zerdrückten Banane und gib erst dann alles zu den trockenen Zutaten. So verteilt sich das Bindemittel besser, und du vermeidest dichte Stellen im Teig.
Backen und Veredeln
Rühre die Schokostückchen unter den Teig und fülle ihn in eine Kastenform. Backe das Bananenbrot im auf 180 °C vorgeheizten Ofen etwa 40 bis 45 Minuten.
Das Finish ist optional: Wenn du magst, bestreichst du das noch heiße Bananenbrot mit leicht erwärmtem hellem Fruchtguss und bestreust es mit Schokostückchen oder Kakaonibs. Wenn nicht, lass diesen Schritt einfach weg – auch pur ist es hervorragend.

Dieses Rezept findest du auch in meinen veganen Rezepten.
Rezept entwickelt von Chef Rommel Reyes. Mehr von ihm findest du auf Instagram, in seinem Newsletter Substack und auf seinem YouTube-Kanal.

Zutaten
- 300 g Barista-Hafermilch glutenfrei
- 5 g Flohsamenschalen
- 350 g reife Bananen geschält abgewogen
- 350 g glutenfreies Universalmehl gesiebt
- 140 g brauner Zucker
- 1 TL Vanillepulver alternativ 1 EL Vanilleextrakt
- 2 g Salz
- 20 g Backpulver
- 8 g Natron
- 150 g Zartbitter-Schokotropfen 70-85% am besten von Pascha
- 140 g vegane Butter, geschmolzen am besten von Violife
- 80 g klarer Fruchtguss optional
- Kakaonibs optional
Anleitungen
Zubereitung
- Vermische zunächst die Flohsamenschalen mit der Hafermilch. Lasse die Mischung 5 bis 10 Minuten quellen.

- Siebe alle trockenen Zutaten und vermische sie. Zerdrücke die Bananen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer. Rühre die gequollene Flohsamenschalen-Mischung unter die zerdrückten Bananen und gib alles zu den trockenen Zutaten.

- Hebe die Schokotropfen unter den Teig, fülle ihn in eine Kastenform und backe ihn im auf 180 °C vorgeheizten Ofen etwa 40 bis 45 Minuten.

- Bestreiche das frisch gebackene glutenfreie Schoko-Bananenbrot mit lauwarmem klarem Fruchtguss und bestreue es nach Belieben mit Schokotropfen oder Kakaonibs. Dieser Schritt ist optional und kann bei Bedarf übersprungen werden.
