100gButter(von grasgefütterten Kühen), ersatzweise laktosefreie Butter oder Ziegenbutter
30gPuderzucker(oder pulverisiertes Erythrit für eine zuckerfreie Variante)
2TeelöffelBourbon-Vanillegemahlen, oder 2 Vanilleschoten
Procédé
Die Butter mit dem Puderzucker (oder Erythrit) und der Vanille im kleinen Topf schmelzen. Die Butter darf beim Erhitzen etwas schäumen, aber auf keinen Fall braun werden. Falls sie zu heiß ist, abkühlen lassen: Bei der Verwendung sollte man gerade noch einen Finger hineintauchen können.
100 g Butter, 30 g Puderzucker, 2 Teelöffel Bourbon-Vanille
Die Eier trennen und die Eigelbe in die Schüssel geben, die später für das Wasserbad auf den Topf gesetzt wird. Die Eiweiße werden nicht verwendet.
4 Eigelbe
Den Saft von zwei Zitronen zu den Eigelben geben. Zimmerwarme Eier und Zitronen verwenden. Alles mit dem Schneebesen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
2 Zitronen
Die Schüssel mit der Eigelb-Zitronen-Mischung auf den Topf mit leicht siedendem Wasser setzen und weiter mit dem Schneebesen rühren, bis die Masse etwas cremiger wird. Die Eigelbe dicken langsam immer weiter ein. Sie dürfen nicht gerinnen (das passiert zuerst am Rand). Sollte das passieren, die Schüssel sofort vom Wasserbad nehmen oder den gesamten Topf von der Wärmequelle ziehen.
Anschließend die Hitze etwas reduzieren und weitermachen. Selbst wenn die Masse etwas zu stark geronnen ist, lässt sich das Lemon Curd durch gründliches Rühren durchaus noch retten. Weiter rühren. Auch in die Eigelbmasse sollte man gerade noch einen Finger tauchen können, ohne dass sie wirklich zu heiß ist.
Die Eigelbmasse und die Buttermischung sollten ungefähr gleich warm sein. Das ist wichtig, da sich das Lemon Curd sonst beim Zusammenfügen der beiden Bestandteile trennt (Fett und Wasser verbinden sich dann nicht). Ei und Butter müssen also beide warm, aber nicht zu heiß sein. Die Butter nach und nach unter ständigem Rühren zu den Eigelben gießen.
Nach etwa 10 Minuten (oft schon nach 5) sollte das Lemon Curd fertig sein. Es ist dann cremig, dickt beim Abkühlen aber noch etwas nach.
Notizen
Das Grundrezept für Lemon Curd besteht aus Ei oder Eigelb, Zitronensaft, Zucker und Butter. Oft kommt auch Zitronenschale dazu. Es ähnelt ein wenig einem Pudding oder einer Vanillesauce, wird aber ohne Milch und Sahne zubereitet. Außer Ei wird auch kein weiteres Bindemittel verwendet.Lemon Curd wird normalerweise kalt gegessen. Es lässt sich wie eine dicke Konfitüre beispielsweise auf Pfannkuchen streichen, wird für Gebäck verwendet und zu Scones serviert. Man kann Kekse hineintunken und es als eine der Schichten eines Trifles verwenden.Das Verhältnis der Zutaten kann je nach Rezept variieren, und auch die Zubereitungsweise unterscheidet sich. Es ist sogar durchaus möglich, einfach alles gleichzeitig in einem kleinen Topf zu erhitzen. Allerdings ist dabei das Risiko etwas größer, dass sich die Masse nicht richtig verbindet oder die Eier zu schnell gerinnen.Für eine kohlenhydratarme Variante ersetze ich den Zucker durch pulverisiertes Erythrit. Erythrit schmeckt im vorderen Mundbereich leicht stechend, was die Säure der Zitrone verstärkt. Deshalb verwende ich nicht zu viel Zitrone und gebe Vanille hinzu, um den Geschmack etwas abzurunden. Man kann das Lemon Curd auch mit Kokosblütenzucker statt Puderzucker oder Erythrit zubereiten.Utensilien: Schüssel auf einem Topf für das Wasserbad, kleiner Topf, kleine Behälter, Schneebesen.